01. Oktober 2015

Bessere Förderbedingungen für die energetische Stadtsanierung

Die KfW verbessert ab 1. Dezember 2015 die Konditionen in ihrem Programm für die energetische Stadtsanierung: Es wird ein Tilgungszuschuss neu eingeführt. Die Zeitspanne in der keine Bereitstellungsprovision gezahlt werden muss wird verlängert. Im Programm Erneuerbare Energien werden die Kredithöchstbeträge angehoben und Beteiligungsgrenzen gelockert.

Einführung eines Tilgungszuschuss für die energetische Stadtsanierung
Für Anträge ab dem 1. Dezember 2015 wird ein Tilgungszuschuss in Höhe von 5 Prozent des Zusagebetrages eingeführt. Der Tilgungszuschuss wird nach Bestätigung der Einhaltung der technischen Mindestanforderungen gemäß Merkblatt gewährt. Die Bestätigung erfolgt durch den Endkreditnehmer auf dem Formular "Verwendungsnachweis –Bankdurchleitung" (Formularnummer 600 000 0227), das über die Hausbank bei der KfW einzureichen ist.

Der Tilgungszuschuss wird auf die nach dem Tilgungsplan zuletzt fälligen Raten angerechnet (Verkürzung der Kreditlaufzeit). Die Einführung eines Tilgungszuschusses erfolgt analog für Kommunen im Programm IKK -Energetische Stadtsanierung –Quartiersversorgung (201).

Verlängerung der bereitstellungsprovisionsfreien Zeit
Für Anträge ab dem 01.12.2015 wird die bereitstellungsprovisionsfreie Zeit in diesem Programm auf zwölf Monate verlängert.

Die Änderungen der Programmbedingungen gelten für alle Anträge ab dem 01.12.2015. Ein Verzicht auf bereits zugesagte Kredite im Programm 202 mit dem Ziel der Neubeantragung zu den neuen Programmbedingungen ist nicht möglich. Das Merkblatt (202 IKU - Energetische Stadtversorgung - Quartiersversorgung) und die Formulare (Bestätigung Kreditantrag, Verwendungsnachweis Bankdurchleitung) können ab dem 30. September 2015 über den zentralen Bestellservice der KfW bezogen werden. Eine Übersicht der Änderungen kann eingesehen werden.

Programm Erneuerbare Energien
Ab dem 15. Oktober 2015 wird im KfW-Programm Erneuerbare Energien "Standard" (270/274) der Kredithöchstbetrag von 25 Mio. EUR auf 50 Mio. EUR erhöht. Diese Regelung gilt für Anträge, die ab diesem Stichtag bei der KfW eingehen.

Aufhebung der Beteiligungsgrenzen
Kreditinstitute, Versicherungen oder vergleichbare Finanzinstitutionen dürfen ab 15. Oktober 2015 im KfW-Programm Erneuerbare Energien "Standard“ (270/274) grundsätzlich mit bis zu 100 Prozent am antragstellenden Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt sein. Hiervon ausgenommen sind das unmittelbar refinanzierte Kreditinstitut und die Hausbank. Für diese gilt über die gesamte Darlehenslaufzeit unverändert eine maximale Grenze für die unmittelbare oder mittelbare Beteiligung am geförderten Unternehmen in Höhe von 25 Prozent. Diese Regelung gilt für Anträge, die ab dem Stichtag bei der KfW eingehen. Eine Übersicht der Änderungen kann eingesehen werden.


Weitere Informationen

Boris Safner
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1376
E-Mail boris.safner@bdew.de

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