16. März 2012

Statement für die Presse:

Hildegard Müller zum Vorschlag eines "Masterplans Offshore Windenergie"

"Die Initiative der norddeutschen Bundesländer ist ein wichtiger Beitrag zu einer effektiveren Koordinierung der energiepolitischen Aktivitäten von Bund und Ländern. Dies ist für einen erfolgreichen Umbau der Energieversorgung dringend geboten. Gerade am Ausbau der Offshore-Windkraft wird sich beweisen müssen, ob die Politik es weiter ernst meint mit der Energiewende. Die zunehmend auftretenden Probleme bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks haben zu Recht zu Warnrufen von Seiten der betroffenen Akteure geführt. Der BDEW, in dem Windpark- und Netzbetreiber engagiert sind, hat bereits Vorschläge für einen besseren Ablauf der Planungen vorgelegt. Diese können nach unserer Auffassung zu einem deutlich effizienteren und strukturierteren Ausbau der für die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung wichtigen Offshore-Windenergie führen.

Grundlage dieser besseren Planung sollte eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sein. Die Pflicht, Anschlussleitungen zu errichten, muss von den Terminplanungen einzelner Offshore-Windparks entkoppelt werden. Dafür müsste der bereits im Energiewirtschaftsgesetz vorgesehene Offshore-Netzplan eine längerfristig ausgelegte Planungsstruktur bekommen und somit eine ganzheitliche Ausbauplanung ermöglichen. Das Ergebnis wäre ein für alle Akteure verbindliches Planungsinstrument, das Terminierung, Kapazitätsauslegung und Reihenfolge für die Errichtung der Cluster-Anschlüsse klar regelt. Schließlich muss es auch gelingen, die Onshore-Aktivitäten mit den Offshore-Aktivitäten schlüssig aufeinander abzustimmen. Dafür bietet es sich an, den Planungszeitraum im Rahmen eines Zehn-Jahres-Netzplans für Offshore-Parks festzulegen."

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Ansprechpartner

Jan Ulland
Pressesprecher / Press Spokesman
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