07. Juni 2012, Berlin

Verbrauchertipp: Kauf von energieeffizienten TV-Geräten zur EM:

Fernseher treiben den privaten Stromverbrauch

Branchenverband ruft dazu auf, bei Unterhaltungs- und IT-Elektronik auf Energieeffizienz zu achten / "Blauer Engel" gibt Orientierung

Anlässlich der bevorstehenden Fernsehereignisse Fußballeuropameisterschaft und Olympische Spiele hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Verbraucher aufgerufen, beim Kauf von neuen Apparaten auf Energieeffizienz zu achten. "Geräte der Unterhaltungselektronik und IT-Geräte nehmen einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch in privaten Haushalten ein. Der Kauf eines energieeffizienten Gerätes lohnt sich somit auch finanziell und hilft, die privaten Energiekosten zu senken", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Erfahrungsgemäß steigt der Absatz von Fernsehern anlässlich von sportlichen Großereignissen wie der Europameisterschaft.

Fernseher in deutschen Haushalten werden immer größer und treiben den Stromverbrauch zu Hause nach oben. Laut einer Erhebung von Forsa im Auftrag des BDEW haben über 20 Prozent der modernen LCD-Geräte und über die Hälfte der Plasmageräte eine Bildschirmdiagonale von über 100 cm. Dagegen erreichten nur vier Prozent der Röhrenmodelle, die heute so gut wie nicht mehr gekauft werden, diese Größe. Die meisten Haushalte seien darüber hinaus mit mehreren Fernsehern ausgestattet. Dazu kommt laut BDEW noch eine Vielzahl von Geräten, die vor 15 Jahren in Privathaushalten praktisch unbekannt waren und den Stromverbrauch steigern. Heutzutage haben drei Viertel der Haushalte mindestens einen PC und zusätzlich 52 Prozent einen Laptop. Drei Viertel nutzen einen Internetanschluss, dazu kommen Drucker, Router, Satelliten-Empfänger, Antennenverstärker und jeder vierte Haushalt hat eine oder mehrere Spielekonsolen.

"Anders als bei Haushaltsgeräten wird der hohe Stromverbrauch von Geräten der Unterhaltungselektronik und IT-Geräte noch immer unterschätzt, die Verbraucher haben den hohen Stromverbrauch dieser Geräte oftmals noch nicht erkannt", sagte Müller. Um den Verkauf sparsamer Geräte zu fördern, müssen Fernseher seit Ende 2011 ähnlich wie Waschmaschinen oder Trockner ein Energielabel mit Energieeffizienzklassen von A für besonders energieeffizient bis G für besonders verschwenderisch tragen. Einfache Orientierung für Verbraucher beim Kauf von Fernsehern bietet zudem das Umweltsiegel "Blauer Engel" des Umweltbundesamtes. Voraussetzung für die Vergabe des "Blauen Engels" sind nicht nur ein besonders niedriger Energieverbrauch, sondern auch weitere Umweltkriterien wie Ausschluss von Blei im Bildschirm und Quecksilber im Gerät.

Der BDEW setzt sich im Rahmen der Energiewende für mehr Energieeffizienz in allen Bereichen ein. "Energieeffizienz ist ein zentraler Hebel bei der Gestaltung der Energiewende", sagte Hildegard Müller. Nach den Plänen der Bundesregierung soll bis 2020 die Energieeffizienz um 20 Prozent gesteigert werden.

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