30. November 2012, Berlin

BDEW zur UN-Klimakonferenz in Doha:

Deutsche Energie- und Wasserwirtschaft spricht sich für Erhalt der Instrumente des Kyoto-Protokolls aus

Müller: Abkommen muss rechtlich am 1. Januar 2013 in Kraft treten können / Innereuropäische Verteilungsschlüssel diskutieren

"Die Ergebnisse der Klimakonferenz von Durban 2011 haben die Tür für eine mögliche Einigung zur Reduktion der Schadstoffemissionen aufgestoßen. Nun müssen die Länder in Doha auch die Chance nutzen, mit einem Abkommen in ein neues Zeitalter des globalen Klimaschutzes zu gehen. Die Energie- und Wasserwirtschaft braucht und unterstützt verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen in Form eines internationalen Klimaschutzabkommens, das bis 2015 abgeschlossen werden sollte", betonte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), im Vorfeld der UN-Klimakonferenz, die am 26. November in Doha beginnt.

Wichtig sei für die Branchen auch eine nahtlose Fortsetzung des Kyoto-Protokolls in Form der zweiten Verpflichtungsperiode (KP2). "Die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls zur Reduktion von Schadstoffemissionen sind bewährte, kosteneffiziente und marktwirtschaftliche Instrumente und müssen daher erhalten bleiben. Entscheidend ist dabei, dass gewährleistet wird, dass das neue Abkommen auch rechtlich am 1. Januar 2013 in Kraft treten kann. Die Bundesregierung sollte sich auch dafür einsetzen, dass die EU in Abhängigkeit von angemessenen Beiträgen anderer Industrie- und Schwellenländer zur Reduktion von Treibhausgasemissionen ihr CO2-Minderungsziel anhebt", erklärte Müller. Die innereuropäischen Verteilungsschlüssel müssten in der Folge ebenfalls diskutiert werden.

In Doha könne zwar wahrscheinlich nicht mit einem großen diplomatischen Durchbruch auf dem Weg zu einem globalen Klimaabkommen gerechnet werden. "Jedoch erwartet die deutsche Energie- und Wasserwirtschaft, dass von der Weltgemeinschaft in Qatar entscheidende organisatorische und vorbereitende Weichen im Hinblick auf die Erarbeitung eines weltweiten Klimaabkommens gestellt werden", sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.

Ansprechpartner

Mitglieder können hier nach dem Login die Kontaktdaten der Ansprechpartner zu den jeweiligen Themen einsehen