04. März 2013

Statement für die Presse:

Hildegard Müller zum neuen "Forschungsforum Energiewende" des Bundesforschungsministeriums

Heute hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, das neue "Forschungsforum Energiewende" des Ministeriums vorgestellt. Hierzu erklärt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

"Die ehrgeizigen Ziele der Energiewende können nur mit intensiver Forschung und Entwicklung sowie der Förderung neuer Technologien erreicht werden. Das neue 'Forschungsforum Energiewende' wird hierbei eine wichtige Rolle spielen: Das Forum bietet die Chance, die Vielzahl der Forschungsaktivitäten und wissenschaftlichen Expertisen im Energiebereich zu bündeln und gezielt für die Energiewende zu nutzen. Die Besetzung des Forums mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und aus weiteren für die Energiewende relevanten gesellschaftlichen Akteuren garantiert einen praxis- und umsetzungsorientierten Dialog, aus dem sich konkrete Empfehlungen und Lösungswege zur weiteren Umsetzung der Energiewende ergeben werden. Die politischen Herausforderungen für die Energieforschung werden auch auf dem von BDEW und Bundesforschungsministerium gemeinsam organisierten Forschungssymposium am 12. März 2013 in Berlin intensiv diskutiert.

Entscheidendes Thema ist für den BDEW dabei die Systemsicht, also der Blick auf das komplexe Zusammenspiel von Energiebereitstellung und -umwandlung, Transport- und Speicher-Infrastrukturen, Energieversorgung und die Rolle der Endverbraucher. Die bislang isolierte Betrachtung der einzelnen Handlungsfelder ist dagegen nicht zielführend. Diesen wichtigen Aspekt werde ich auch in meiner Eigenschaft als Mitglied des Leitungskollegiums des Forschungsforums Energiewende thematisieren.

Ein erhebliches Problem auch für die Finanzierung von Forschungsvorhaben im Energiebereich sieht die Energiewirtschaft in der sich abzeichnenden massiven Unterfinanzierung des Energie- und Klimafonds. Aus dem Fonds sollen neben weiteren Projekten auch Mittel in die Energieforschung und die Entwicklung anwendungsorientierter Technologien fließen. Schon jetzt ist angesichts des Verfalls der Preise für Emissionszertifikate jedoch klar, dass der Fonds die angestrebten Einnahmen nicht erreichen wird. Deshalb fordert die Energiewirtschaft die Sicherstellung der Finanzierung des Fonds aus anderen Quellen, etwa aus den Mehreinnahmen, die durch die auf die EEG-Umlage erhobene Mehrwertsteuer entstehen.“

Informationen zum BDEW-/ BMBF-Forschungssymposium unter: http://www.bdew.de/forschungssymposium


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Jan Ulland
Stv. Pressesprecher
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