11. März 2013

"Treffpunkt Netze" am 19./20. März 2013 in Berlin: Größte Energienetze-Tagung stellt die Frage nach dem Energiewende-Netzdesign

Das größte Branchentreffen der Energienetzbetreiber "Treffpunkt Netze" steht am 19./20. März 2013 in Berlin ganz im Zeichen der netzwirtschaftlichen Umsetzung der Energiewende. Mit den wichtigsten Ansprechpartnern der Branche aus den Bundesministerien, der Bundesnetzagentur, der Europäischen Kommission sowie den führenden Branchenexperten wird unter dem Stichwort "Neues Netzdesign" der tatsächliche Handlungsbedarf in den Bereichen Politik, Regulierung und Netzwirtschaft aufgezeigt.

Beim Fachkongress "Treffpunkt Netze 2013" wird die Diskussion um ein neues Netzdesign heruntergebrochen auf die konkreten Handlungsfelder der Netzbetreiber sowie der Akteure aus Politik und Regulierung. Der BDEW wird durch Roger Kohlmann, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, aufzeigen, welche Reformen jetzt notwendig sind, damit die Energienetze nicht zum "Flaschenhals" der Energiewende werden. Der deutsche Rechts- und Regulierungsrahmen gerät zunehmend auch europäisch unter Druck. Die Konfliktthemen zwischen Berlin und Brüssel in der Regulierungs- und Wettbewerbspolitik werden durch die Europäische Kommission vorgestellt.


Der Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA), Jochen Homann, wird sich u.a. mit der neuen Rolle der Behörde befassen. Die BNetzA ist durch die Rechtsetzung mehr geworden als eine reine Kontrollinstanz. Sowohl beim Thema Netzausbau als auch bei der Versorgungssicherheit steht die Behörde selbst in einer neuen Verantwortung. Der im Bundeswirtschaftsministerium zuständige Staatssekretär Stefan Kapferer wird gemeinsam mit dem Vorsitzenden des BDEW-Lenkungskreises Energienetze, Jan Fuhrberg-Baumann, und dem Geschäftsführer des Gasfernleitungsnetzbetreibers GASCADE, Christoph von dem Busche, Bilanz ziehen zum Stand des Netzausbaus in Deutschland.


Im Jahr 2012 wurde der "Grenzbereich Systemverantwortung" im Rahmen der EnWG-Novelle neu gefasst. Wie sich diese Regelungen konkret auswirken, werden drei wichtige Akteure der Systemverantwortung aus ihrem jeweiligen Blickwinkel in einem gemeinsamen Vortrag erklären: Hans-Jürgen Brick aus der Sicht des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, Ralph Bahke aus der Sicht des Gasfernleitungsnetzbetreibers ONTRAS und Harald Noske, Stadtwerke Hannover, in seiner Funktion als Vorsitzender des BDEW-Lenkungskreises Stromerzeugung. Die Rolle der Strom- und Gasverteilnetze ist Gegenstand einer vertieften Analyse von Joachim Nissen, RWE Deutschland AG, und Ulf Altmann, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg.


Die Energienetzbetreiber bekommen es mit neuen Marktakteuren zu tun, die Netzkonzepte werden hinterfragt. Dies erfolgt beim Treffpunkt Netze moderiert durch Alexander Montebauer, EON Deutschland, der u.a. mit dem Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, und dem Vodafone-Experten für Strategie, Alexander Mohri, die Rolle der Netzbetreiber bespricht. Welche Anforderungen an die Netze bestehen und welche Lösungen schon jetzt am Markt verfügbar sind, wird u.a. auch Thema von Erik Landeck, Vattenfall Europe Distribution, Joachim Nissen, RWE Deutschland AG, und Christian Wurhofer, Siemens AG, in der Diskussion sein. Das Netzgeschäft der Zukunft ist auch Bestandteil der Analyse, die durch Martin Handschuh vom Beratungsunternehmen A.T. Kearney vorgestellt wird.


Die für Netzbetreiber wichtigste Arbeitsgruppe in der beim Bundeswirtschaftsministerium angesiedelten Plattform "Zukunftsfähige Netze", die AG Regulierung, wird moderiert durch Prof. Richard Stehle, Humboldt-Universität Berlin. Stehle wird in einem Referat die Folgen der Regulierung, die Ursachen von Fehlern und deren Vermeidung aufzeigen.


Am 20. März 2013, Tag 2, kommen die wichtigsten Experten zu den Themen "Anreizregulierung und Finanzierung", "Krisenvorsorge und Krisenmanagement", "Intelligente Messsysteme" sowie "Netzplanung Strom und Gas" in separaten Fachforen zu Wort. Der Vorsitzende der BNetzA-Beschlusskammer 8, Alexander Lüdtke-Handjery, wird aus aktuellem Anlass die Prüfungsschwerpunkte der BNetzA vorstellen; Hilko Schomerus, Macquarie Infrastrucutre and Real Assets, zeigt die Sichtweise eines wichtigen Finanzinvestors in Energieinfrastruktur auf, und Dr. Peter Rosin von der renommierten Rechtsanwaltskanzlei Clifford Chance stellt die aktuellen Trends der regulatorischen Rechtsprechung vor.


Die Tagung endet mit einer von Eric Ahlers, BDEW, moderierten Abschlussdiskussion zu den Trends der Regulierung. Dirk Biermann, 50 Hertz, zieht für die Übertragungsnetzbetreiber Bilanz. Franz-Josef Schaffhausen zeigt die Strategie des Bundesumweltministeriums auf, und Holger Krawinkel, vzbv, wird sich aus Sicht der Verbraucherschützer kritisch mit der Netzbetreiberlandschaft in Deutschland auseinandersetzen. Torsten Maus, EWE Netz, und Hilko Schomerus werden die Sichtweise der Netzbetreiber und die der Investoren in die Diskussion einbringen.

 

Weitere Informationen

Eric Ahlers
Geschäftsbereich Energienetze und Regulierung
Telefon 0 30 / 300 199-1650
E-Mail eric.ahlers@bdew.de

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