12. März 2013, Berlin

Heutiges BDEW-/BMBF-Forschungssymposium in Berlin:

Energieforschung ist zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende

Umbau des Energiesystems erfordert technologische Fortschritte und Innovationen auf allen Stufen der Energieversorgung

"Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende sind wir auf anwendbare Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung angewiesen. Die Bundesregierung räumt der Energieforschung deshalb richtigerweise einen deutlich höheren Stellenwert ein als zu früheren Zeiten. Gelingen die notwendigen technologischen Innovationen im Energiebereich, hat die Energiewirtschaft die Chance, zur Zukunftsbranche für Deutschland zu werden. Die Energiewende kann damit zu einem Wachstumsmarkt und im besten Fall zu einem Exportmodell werden, von dem die deutsche Wirtschaft nachhaltig profitieren kann", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) heute in Berlin. Müller hatte zuvor gemeinsam mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, das BDEW-/BMBF-Forschungssymposium zur Energiewende in Berlin eröffnet.

Von zentraler Bedeutung seien technologische Fortschritte und Innovationen auf allen Stufen der Energieversorgung, um die Energieziele zu erreichen, so der BDEW. Mitentscheidend hierfür sei dabei auch ein gesellschaftliches Klima, das Forschung und Entwicklung unterstützt und neuen Technologien aufgeschlossen gegenübersteht. "Neue Technologien verdienen eine unvoreingenommene Prüfung. Ihr Einsatz sollte nicht vorschnell durch übergroße Skepsis verhindert werden", so Müller.

Erforderlich seien beispielsweise die Forschung zu zuverlässigen zentralen und dezentralen Energiespeichern für den Stunden-, Tages- und auch den längerfristigen Ausgleich, zu einer neuen Übertragungsinfrastruktur, die den großräumigen Transport von Strom gewährleistet sowie zur Entwicklung intelligenter Verteilnetze, die besser auf den lokalen Ausgleich von dezentral erzeugtem Strom und den lokalen Verbrauchsanforderungen hinwirken können. "Notwendig sind zudem neue Steuerungs- und Kommunikationsansätze auf der Kundenseite, die Signale für die Verbrauchsoptimierung geben", sagte Müller.

Dabei könne keine Technologie isoliert von den Entwicklungen in den anderen Handlungsbereichen gesehen werden. "Entscheidendes Thema ist für den BDEW die Systemsicht, also der Blick auf das komplexe Zusammenspiel von Energiebereitstellung und -umwandlung, Transport- und Speicher-Infrastrukturen, Energieversorgung und die Rolle der Endverbraucher. Die bislang isolierte Betrachtung der einzelnen Forschungs- und Handlungsfelder ist dagegen nicht zielführend", so die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung abschließend.
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Pressesprecher / Press Spokesman
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