23. April 2013, Berlin

BDEW-Workshop zur Akzeptanz von Infrastrukturprojekten in Deutschland:

Müller: Akzeptanzprozess als Chance nutzen

Ohne Akzeptanz der Bürger wird es keine erfolgreiche Energiewende geben können - Verschiedene Perspektiven kennen und verstehen

"Ohne die Akzeptanz der Bürger für Infrastrukturprojekte wird es keine erfolgreiche Energiewende geben können. Dies gilt für den Bau neuer Netze ebenso wie für den Bau neuer Energiespeicher, Erneuerbarer Energien-Anlagen oder konventioneller Kraftwerke. Daher gewinnt das Thema Akzeptanz für die Energiepolitik, die Energiewirtschaft und damit auch für den BDEW zunehmend an Bedeutung. Die Akzeptanzfrage darf nicht zum Stolperstein der Energiewende werden." Das sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, heute anlässlich des BDEW-Workshops "Akzeptanz von Infrastrukturprojekten in Deutschland".

Es sei bei den notwendigen Verständigungsprozessen wichtig, die unterschiedlichen Perspektiven von Bürgern, Planern, Verwaltung, Politik, Unternehmen, NGO's und Medien zu kennen sowie die zugrundeliegende Motivation zu verstehen. "Diesen Perspektivenwechsel haben wir heute in dem Workshop vorgenommen. Dabei sind alle Akteure gefragt, einander zuzuhören und Konflikte ergebnisorientiert zu diskutieren, um verantwortungsvolle und tragfähige Lösungen zu finden", erläuterte Müller. Akzeptanz heiße nicht, dass alle 'dafür' sein müssten. Es müsse vielmehr ein für alle vertretbarer Kompromiss gefunden werden, der langfristig belastbar sei, um Planungen und die notwendigen Investitionen auf den Weg bringen zu können. "Unser erklärtes Ziel ist es, den Akzeptanzprozess als Chance zu nutzen. Wir sind in unserer Arbeit natürlich auch immer wieder mit dem Argument konfrontiert, dass Akzeptanz viel Geld und Zeit kostet. Dazu kann ich nur sagen: Nichtbeteiligung kostet ein Vielfaches", so die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

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