14. Oktober 2013

Statement für die Presse:

Hildegard Müller zur Liste der gemeinsamen EU-Energieinfrastrukturvorhaben

Brüssel/Berlin, 14. Oktober 2013 - "Der grenzüberschreitende Netzausbau ist für eine erfolgreiche Energiewende und einen funktionierenden europäischen Energiebinnenmarkt von entscheidender Bedeutung. Insofern ist die heutige Vorlage einer Liste, die vorrangige Energieinfrastrukturvorhaben innerhalb der EU benennt, ein wichtiger und nötiger Schritt.

Dabei unterstützt die deutsche Energiewirtschaft die Europäische Kommission bei ihrem Anliegen, die Stromnetze auch auf europäischer Ebene auszubauen und zu modernisieren. So ist etwa die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren ein richtiger Ansatz, um mehr private Investoren für den Ausbau von Infrastruktur zu gewinnen. Auf diese Art und Weise kann die Entwicklung der Energieinfrastruktur wirksamer unterstützt werden als es auf der Basis des bisherigen Programms für Transeuropäische Energienetze (TEN-E) möglich war.

Für eine erfolgreiche Energiewende müssen aus Sicht des BDEW darüber hinaus auch in Deutschland solide Strukturen zum Aufbau der passenden Netzinfrastruktur geschaffen werden. Dafür müssen der Zubau der Erneuerbarer Energien mit dem Netzausbau synchronisiert und europäisch eingebettet werden sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland angepasst werden.

Beim Ausbau der Verteilnetze setzt sich der BDEW für eine Weiterentwicklung der Anreizregulierung zugunsten eines intelligenten Netzausbaus ein. So sollten bei den Netzentgelten eine Neuregelung mit einer stärkeren Leistungsorientierung und eine Beschränkung der vermiedenen Netzentgelte auf steuerbare Erzeugungskapazitäten erfolgen."

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Henning Jeß
Pressereferent
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