11. April 2014

BDEW-Magazin "Streitfragen!" - Europa à la carte

Ausgabe 01/2014

Ein Ziel, viele Wege: Der Umbau der Energieinfrastruktur ist ein Gemeinschaftsprojekt. Und als solches soll es auch europaweit verstanden werden. Anfang April erscheint in diesem Zusammenhang eine Ausgabe des BDEW-Magazins "Streitfragen!" mit dem Schwerpunkt europäische Energiepolitik.

Bis Ende 2014 soll der EU-Energiebinnenmarkt vollendet sein. So ist der Plan. Im Interview gibt sich Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, davon überzeugt, dass den Mitgliedstaaten zunehmend bewusst ist, dass sie gemeinsam stärker sind als jeder für sich alleine und dass Kooperationen, wie aktuell von Frankreich und Deutschland, sinnvoll sind. Oettinger spricht zudem über Kapazitätsmechanismen sowie über den für die Vollendung des EU-Energiebinnenmarkts notwendigen Ausbau der Infrastruktur.

Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.ON SE, und Claude Turmes, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Europäischen Parlament, diskutieren im Magazin Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zu einem integrierten EU-Binnenmarkt für Energie.

Weitere Kontroverse: Viele europäische Staaten riegeln ihre nationalen Energiemärkte de facto weiterhin ab, statt sie wettbewerblich zu gestalten. TenneT-Geschäftsführer Lex Hartmann stellt dar, warum sie das tun, und präsentiert im Interview unter dem Titel "Wir können uns keinen Stillstand leisten" Ideen für einen funktionierenden Energiebinnenmarkt.

Ein Ziel, viele Wege
Einfluss nehmen, streiten und Kompromisse finden, gehört auch auf europäischer Ebene zum Alltag. Ein Beispiel: Im Januar 2014 hat die EU-Kommission ihre Änderungen am klimapolitischen Rahmen vorgeschlagen. Das Europäische Parlament hat sie kurzum als „kurzsichtig und unambitioniert“ abgelehnt und fordert in einer Resolution u.a. zusätzliche, verbindliche Ziele für Klimagasreduktion, Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien für jedes Mitgliedsland. Alle Länder sollten sich wie bisher auf eigene, ihren Möglichkeiten entsprechende Ziele verpflichten. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht und stellen in der aktuellen Ausgabe die Abhängigkeiten der "Machtzentren" dar.

Unter dem Titel "Ein Ziel, viele Wege" berichten u.a. Pierre-Alain Graf, CEO Swissgrid, und Angela Knight vom britischen Energieverband über deren eigene energiepolitischen Ziele bis 2030 und bewerten die deutsche Energiewende. Und Paul Weissenberg, stellvertretender Generaldirektor bei der EU-Kommission, erklärt, wie die speziellen Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen auf europäischer Ebene berücksichtigt werden.

Wir brauchen insgesamt Klarheit darüber, wie es in Europa weitergeht. Übrigens gilt das nicht nur für die Energiepolitik. Die Debatte um das Transatlantische Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA beispielsweise zeigt, wie die Europäische Union auch hier die Geschicke unserer Branche beeinflusst. Was beispielsweise mit dem geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) gemeint ist und welche konkreten Auswirkungen es vor allem für die Wasser- und Abwasserwirtschaft haben könnte, macht Erhard Ott vom Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di im Interview mit dem Titel "Droht die Privatisierung durch die Hintertür?" deutlich.

Wie stehen Gebühren und kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht zueinander? Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, und Christoph Brüning, Direktor des Instituts für Öffentliches Wirtschaftsverwaltungsrecht an der Universität Kiel, sind unterschiedlicher Ansicht.

Weitere Protagonisten in dieser Ausgabe unter anderem: Jean-François Conil-Lacoste, EPEX Spot, im Doppelinterview mit Konstantin Staschus, Generalsekretär ENTSO-E. Peter Birkner, Vorstand Mainova und Chair DSO Committee, Eurelectric, diskutiert mit Klaus Dieter Borchardt, Direktor der Direktion Energiebinnenmarkt bei der Europäischen Kommission. Stephan Kamphues, Sprecher Open Grid Europe und Präsident des Europäischen Verbandes der Ferngasnetzbetreiber, wird im Doppelinterview gemeinsam mit ACER-Direktor Alberto Pototschnig befragt.

Das Magazin, das neben interessanten Themen auch wieder ansprechende Bilder bietet, richtet sich an BDEW-Mitglieder, Politik und Fachöffentlichkeit. Alle Mitgliedsunternehmen erhalten automatisch ein Druckexemplar.

Bestellung
Weitere Exemplare der Druckversion können Sie hier bestellen. Schreiben Sie einfach an eine E-Mail an info@wvgw.de.

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.

Ansprechpartner

Mitglieder können hier nach dem Login die Kontaktdaten der Ansprechpartner zu den jeweiligen Themen einsehen

Anlagen und Materialien

Bestellung

Exemplare der Druckversion können Sie hier bestellen. Schreiben Sie einfach an eine E-Mail an info@wvgw.de.