30. Juli 2014, Berlin

BDEW zum heute verabschiedeten Energieforschungsbericht:

Energieforschung ist zentraler Baustein der Energiewende

Umbau des Energiesystems erfordert technologische Innovationen auf allen Stufen der Energieversorgung

Das Bundeskabinett hat heute den Bundesbericht Energieforschung 2014 verabschiedet. "Der Bericht zeigt, dass die Bundesregierung der Energieforschung richtigerweise einen deutlich höheren Stellenwert einräumt als zu früheren Zeiten. Bestes Beispiel hierfür ist die deutliche Steigerung der finanziellen Mittel auf knapp 810 Millionen Euro im Jahr 2013 (2012: 705,7 Mio. Euro). Wir brauchen technologische Fortschritte und Innovationen auf allen Stufen der Energieversorgung, um die Energieziele zu erreichen. Der BDEW engagiert sich deshalb auch im Forschungsforum Energiewende des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, wo derzeit die 'Strategische Forschungsagenda' erarbeitet wird", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) heute in Berlin. "Wichtige Impulse werden zudem auch von der Plattform 'Forschung und Innovation' des Bundeswirtschaftsministeriums ausgehen. Auch hier wird der BDEW engagiert mitarbeiten."

"Gelingen die notwendigen technologischen Innovationen im Energiebereich, hat die Energiewirtschaft die Chance, zur Zukunftsbranche für Deutschland zu werden. Die Energiewende kann damit zu einem Wachstumsmarkt und im besten Fall zu einem Exportmodell werden, von dem die deutsche Wirtschaft nachhaltig profitieren kann", sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Mitentscheidend für technologische Fortschritte sei grundsätzlich auch ein gesellschaftliches Klima, das Forschung und Entwicklung unterstützt und neuen Technologien aufgeschlossen gegenübersteht. "Neue Technologien verdienen eine unvoreingenommene Prüfung. Ihr Einsatz sollte nicht vorschnell durch übergroße Skepsis verhindert werden."

Erforderlich seien beispielsweise die Forschung zu zuverlässigen zentralen und dezentralen Energiespeichern, zu einer neuen Übertragungsinfrastruktur, die den großräumigen Transport von Strom gewährleistet sowie zur Entwicklung intelligenter Verteilnetze, die besser auf den lokalen Ausgleich von dezentral erzeugtem Strom und den lokalen Verbrauchsanforderungen hinwirken können. "Notwendig sind zudem neue Steuerungs- und Kommunikationsansätze auf der Kundenseite, die Signale für die Verbrauchsoptimierung geben. Aber auch im Bereich konventioneller Kraftwerke sind technologische Innovationen erforderlich, da wir für die sichere Energieversorgung auch künftig auf hocheffiziente Kohle- und Gaskraftwerke angewiesen sein werden", so Müller abschließend.

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Jan Ulland
Pressesprecher / Press Spokesman
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