04. November 2014

Statement für die Presse:

Hildegard Müller zum Entwurf des neuen Netzentwicklungsplans (NEP)

Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), erklärt zum heute von den vier Übertragungsnetzbetreibern vorgestellten Entwurf des überarbeiteten Netzentwicklungsplans (NEP):

Berlin, 4. November 2014 - "Der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans 2014 zeigt erneut die Notwendigkeit zum Bau neuer Stromautobahnen. Er ist das Ergebnis des überarbeiteten ersten Entwurfs auf Basis der abgegebenen Stellungnahmen. Damit der Strom vor allem aus dem Norden in die Verbrauchszentren Richtung Süden transportiert werden kann, brauchen wir neue Stromleitungen in Deutschland. Die neuen Planungen zeigen insbesondere, dass die umstrittenen Stromleitungen Südost (von Sachsen-Anhalt bis nach Bayern) und Südlink (Nordsee bis Nähe Heilbronn) gebaut werden sollten, um den erneuerbar erzeugten Strom dorthin zu transportieren, wo in Zukunft Kapazitäten von Kernkraftwerken wegfallen werden. Wir appellieren daher an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, nunmehr Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen und weitere politisch bedingte Verzögerungen zu vermeiden.

Die Neuberechnungen der Übertragungsnetzbetreiber haben ergeben, dass auch unter Berücksichtigung der Zielanpassungen durch die EEG-Novelle mehr Windstrom von Nord nach Süden transportiert werden muss. Die Streichung einzelner Maßnahmen zeigt die Anpassungsbereitschaft der Übertragungsnetzbetreiber, die verantwortlich ihrer Optimierungsaufgabe beim Netzausbau nach der Maßgabe "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" nachkommen. Der Netzentwicklungsplan ist die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Denn ohne den Ausbau der Stromnetze wird der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht möglich sein. Der Netzentwicklungsplan zeigt diejenigen Projekte auf, die zur bedarfsgerechten Optimierung und Verstärkung des Übertragungsnetzes für die nächsten zehn beziehungsweise zwanzig Jahre zwingend umgesetzt werden müssen."


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Frank Brachvogel
Pressesprecher
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