30. Dezember 2014

Statement für die Presse:

BDEW zu Gaspreisen

In aktuellen Medienberichten wird über eine Auftragsstudie zum Thema Gaspreise berichtet. Hierzu erklärt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW):

"Grundsätzlich verfolgen die Gasversorger unterschiedliche Strategien beim Einkauf von Erdgas: Zu den vielfältigen Einkaufsmodellen gehören neben der Beschaffung an den Börsen auch direkte Lieferverträge zwischen den einzelnen Gasversorgern und verschiedenen Vorlieferanten. Bei der Erdgas-Beschaffung wählen die Versorger auch Lieferprodukte, bei denen Erdgas teilweise auch über mehrere Jahre im Voraus eingekauft werden kann, um die Versorgung der Kunden jederzeit sicherstellen zu können.

Hinzu kommt: Die Beschaffungskosten sind nur ein Bestandteil des Gaspreises. Neben den Einkaufskosten für Erdgas setzt sich der Preis auch aus den Netzentgelten sowie den Steuern und Abgaben auf Erdgas zusammen. Damit schrumpft der für die Gasvertriebe beeinflussbare Teil des Gaspreises auf nur noch etwas mehr als die Hälfte des Endkundenpreises.

Allen Auftrags-Studien und Durchschnittsbetrachtungen zum Trotz gilt zudem: Die Gaspreise bilden sich im Wettbewerb. Auf dem Gasmarkt hat sich ein intensiver Wettbewerb entwickelt: Die Verbraucher haben heute die Wahl zwischen zahlreichen alternativen Erdgas-Tarifen und Anbietern. In über 90 Prozent der Netzgebiete beliefern 31 oder mehr Gaslieferanten Letztverbraucher (Quelle: Bundesnetzagentur). Immer mehr Haushaltskunden in Deutschland nutzen die Möglichkeit, ihren Energieversorger zu wechseln. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Wechselquote im Gasbereich gestiegen: Sie liegt aktuell bei 27,6 Prozent. Das ist das Ergebnis einer regelmäßigen, repräsentativen Verbraucherumfrage des BDEW. Zudem steht Erdgas im Wärmemarkt auch in einem Preis-Wettbewerb mit anderen Energieträgern wie zum Beispiel dem leichten Heizöl. Auch dies beeinflusst die Preisbildung."

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.

Ansprechpartner

Jan Ulland
Pressesprecher / Press Spokesman
Telefon: