29. April 2015, Berlin

Statement für die Presse:

BDEW bewertet erste Auktion für PV-Freiflächenkraftwerke positiv

Die Bundesnetzagentur hat heute erste Zahlen zum Auktionsverfahren für Photovoltaik-Freiflächenkraftwerke veröffentlicht. Laut der Behörde sind für die erste Ausschreibungsrunde 170 Gebote eingegangen, mit denen das Ausschreibungsvolumen von 150 Megawatt mehr als vierfach überzeichnet wurde. Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), erklärt dazu:

"Es ist positiv, dass die erste Auktionsrunde von vielen potenziellen Bietern gut angenommen wurde und ein intensiver Wettbewerb um die Förderung entsteht. Damit wird deutlich, dass die wettbewerbliche Ermittlung der Förderhöhe für Erneuerbare Energien per Ausschreibung grundsätzlich funktioniert. Dieses Verfahren hatte der BDEW unter anderem für eine grundlegende Reform des EEG im Jahr 2014 vorgeschlagen. Denn Auktionsverfahren sind bei ausreichend vorhandenem Wettbewerb und bei entsprechender Ausgestaltung geeignet, neben der Mengensteuerung auch eine hohe Kosteneffizienz bei der Förderung der Erneuerbaren Energien zu erreichen.

Die ersten Ergebnisse müssen noch genauer ausgewertet und die weiteren Ausschreibungsrunden abgewartet werden, bevor eine fundierte Einschätzung möglich ist und notwendige Rückschlüsse gezogen werden können. Die von der Bundesnetzagentur veröffentlichte, hohe Überzeichnung der ersten Auktion ist nicht zwingend ein Indikator für eine langfristig ausreichende Wettbewerbsintensität. Die Überzeichnung in der ersten Runde ist sicherlich zu einem großen Teil auf die Beteiligung von bereits vorher entwickelten Projekten zurückzuführen. Erst nach Auswertung der weiteren Auktionsrunden kann eingeschätzt werden, ob diese Wettbewerbsintensität von Dauer sein wird. Für eine dauerhafte Gewährleistung eines möglichst intensiven Wettbewerbs ist künftig allerdings eine Ausweitung der Flächen zum Bau von PV-Anlagen notwendig.

Die Ausschreibung von PV-Freiflächenkraftwerken ist nur der Anfang zur schrittweisen Markt- und Systemintegration von Erneuerbaren Energien. Ab dem Jahr 2017 soll auch die Förderhöhe für die weiteren Erneuerbaren Energien per Ausschreibung ermittelt werden. Der BDEW begleitet die Vorbereitung der für 2017 geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes intensiv. So wurde unter anderem eine Studie in Auftrag gegeben, die unter anderem die relevanten Parameter für Auktionen zur Ermittlung der Förderhöhe aus allen Erneuerbaren Energien identifizieren soll. Darauf aufbauend wird der BDEW bis zum Herbst dieses Jahres Handlungsempfehlungen erarbeiten."

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