18. November 2015, Berlin

Statement für die Presse:

Wichtiges Signal für Energieeffizienz und CO2-Einsparungen im Wärmemarkt

BDEW zur Energieeffizienzstrategie Gebäude der Bundesregierung

"Im Bereich der Energieeffizienz und insbesondere im Wärmemarkt liegt nach wie vor ein gewaltiges Potential zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen brach. Daher begrüßen wir, dass das Bundeskabinett heute die 'Energieeffizienz-strategie Gebäude' verabschiedet hat. Damit setzt die Bundesregierung kurz vor dem Pariser Klimagipfel das wichtige Signal, auch in den nicht vom Emissionshandel erfassten Sektoren ambitionierte Maßnahmen anzupacken. Dies ist ein wichtiger Schritt für effektiven Klimaschutz", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, heute in Berlin.

"Es freut uns, dass zentrale Empfehlungen der Branche aufgegriffen wurden. So die Einführung gebäudeindividueller Sanierungsfahrpläne, da diese genau da ansetzen, wo der Verbrauch stattfindet. Hier und genauso wie bei den Beratungsprogrammen für private Haushalte sowie den Mittelstand dürfen jedoch qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter von Energieunternehmen als Berater nicht ausgeschlossen bleiben, wenn die Maßnahmen flächendeckend und wirksam greifen sollen."

Gleichzeitig lasse die vorgelegte Strategie einige wichtige Fragen noch ungeklärt, so Müller. Das betreffe vor allem die Finanzierung der vorgesehenen Effizienzmaßnahmen. "Allen voran kritisieren wir weiter ausdrücklich die Blockadehaltung einzelner Bundesländer bei der Einführung einer steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung von Wohnungseigentum. Auch die Maßnahmen zur Stärkung des Contracting müssen weiterentwickelt und Markthemmnisse beseitigt werden, um Energiesparen zu einem attraktiven Geschäftsmodell zu machen. Die Bundesregierung muss jetzt wirkungsvolle Investitionsimpulse setzen."

Mit Blick auf die angekündigten Diskussionen über weitere Modelle zur Aktivierung des Marktes warnte Hildegard Müller: "Deutschland steht weltweit an der Spitze bei der Entwicklung und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Zusätzliche regulatorische Eingriffe, wie beispielsweise Energieeinsparverpflichtungen oder zusätzliche Steuern auf Energie, würden die bisherigen Erfolge konterkarieren. Deutschland würde seine Spitzenposition verlieren." Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz enthalte bereits wichtige Bausteine der Energieeffizienzstrategie Gebäude.

Die Bundesregierung prüfe darüber hinaus die Zusammenführung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes und des Energieeinspargesetzes. "Das wäre der richtige Ansatz und kann Synergien fördern. Es würde den Baubeteiligten helfen, unnötige Bürokratie vermeiden und die Kontrolle der Umsetzung erleichtern."

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Ansprechpartner

Manuela Wolter
Pressereferentin / Press Officer
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