23. Dezember 2015, Berlin

Statement für die Presse:

BDEW zum "Anreizprogramm Energieeffizienz" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi):

Die KfW erweitert mit Beginn des neuen Jahres ihr Förderangebot: Bauherren, die ihre Heizung austauschen oder eine Lüftungsanlage einbauen, erhalten bis zu 15 Prozent der Investitionssumme.

"Diese Maßnahme zur Modernisierung des Heizungsbestandes ist - wenn wir die Klimaziele erreichen wollen - wichtig. Darüber hinaus dürfen wir aber das Thema steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung nicht außer Acht lassen. Diese ist im Frühjahr nicht zuletzt durch den Widerstand der Bundesländer im Koalitionsausschuss gescheitert. Die Wirkung einer solchen Maßnahme ist deutlich höher einzuschätzen als die weitere Aufstockung bestehender Fördertöpfe: Eine steuerliche Förderung würde etwa 14 Millionen Selbstnutzer von Ein- und Mehrfamilienhäusern direkt erreichen. Wir brauchen deshalb neben der vorgesehenen Aufstockung der KfW-Programme weitere Angebote, um die Energieeffizienz zu steigern", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Wärmemarkt würden noch immer erhebliche CO2-Einsparpotenziale verschenkt. Immerhin 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Wärmemarkt. Der BDEW beispielsweise unterstütze gemeinsam mit BMWi und BMUB sowie verschiedenen Verbänden die Initiative zur Gründung von Energieeffizienz-Netzwerken: Mit den Netzwerken können enorme Effizienzpotenziale in Unternehmen erschlossen werden.

Hintergrund "Anreizprogramm Energieeffizienz"
Ab 1. Januar 2016 startet das BMWi das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE). Dadurch sollen neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende im Heizungskeller gesetzt werden. Hierfür stehen jährlich 165 Millionen Euro für die Dauer von 3 Jahren zur Verfügung. Bauherren erhalten für den Austausch der Heizung oder den Einbau einer Lüftungsanlage bis zu 15 Prozent der Investitionssumme. Auch sogenannte Kombinationslösungen sollen gefördert werden: Mit dem Einbau von Lüftungsanlagen in Kombination mit einer Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle sollen Bauschäden wie Schimmel verhindert und der Wohnkomfort gesteigert werden. Bezuschusst werden der Einbau besonders effizienter Gasheizungen oder Erneuerbare Energien-Heizungen, einschließlich der Maßnahmen zur Optimierung des gesamten Heizsystems.

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.

Ansprechpartner

Sandra Rahmlow
Redaktion Fachpresse / Editor
Telefon: