17. März 2016, Berlin

Neue BDEW-Zahlen zum Ausbau des Ladenetzes für Elektrofahrzeuge:

Ausbau der Infrastruktur verliert an Dynamik

NRW als Bundesland mit den meisten Ladepunkten / Berlin unter den Städten Spitzenreiter

Der Ausbau der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland verliert aktuell an Dynamik: Zum Jahresende 2015 standen Fahrern von Elektromobilen insgesamt 5.836 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung, lediglich 265 mehr als noch zur Jahresmitte 2015. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Demnach sind mittlerweile 935 Städte und Gemeinden mit mindestens einer öffentlich zugänglichen Lademöglichkeit ausgestattet. Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit den meisten öffentlich zugänglichen Ladepunkten (1.255), gefolgt von Baden-Württemberg (1.097) und Bayern (794). Unter den deutschen Städten sind Berlin (433), Stuttgart (370) und Hamburg (203) Spitzenreiter.

"Die Europäische Union empfiehlt ein Verhältnis von öffentlich zugänglichen Ladepunkten und Fahrzeugen von 1:10. Dieser Wert wird in Deutschland aktuell noch erreicht. Allerdings sind die Wachstumsraten der Fahrzeuge deutlich dynamischer als bei den Ladepunkten. Im Dezember 2015 wurden insgesamt 49.470 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb verzeichnet (2014: 26.006).

Das Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Elektroautos deutlich zu steigern, wird nicht ohne den weiteren Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur gelingen. Die Energiewirtschaft ist hier in den vergangenen Jahren erheblich in Vorleistung gegangen. Aber: Allein kann die Branche das angesichts der hohen Investitionskosten und einer geringen Auslastung der Ladesäulen nicht schultern", sagte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer. "Der BDEW hat bereits im letzten Jahr Vorschläge für ein Marktaktivierungsprogramm vorgelegt, das den Aufbau von 10.000 Ladesäulen vorsieht. Dies wird nur in einer gemeinsamen Anstrengung zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft zu bewältigen sein", so Weyand.

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Sandra Rahmlow
Redaktion Fachpresse / Editor
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