11. Mai 2017, Berlin

Statement für die Presse

Stefan Kapferer zur Förderstrategie "Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien"

Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute die Förderstrategie "Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien" veröffentlicht. Die Förderstrategie sieht ein Auslaufen der Förderung für rein fossile Heiztechnologien in 2019 vor.

Hierzu erklärt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

"Es ist der falsche Ansatz, bestimmte Heiztechnologien sukzessive aus dem Markt zu drängen. Gerade die Gasbrennwert-Technik ist eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, schnell CO2 im Heizungskeller einzusparen. Auch moderne Gas-Heiztechnologien lassen sich mit grünem Gas wie etwa Biogas oder Windgas betreiben. Die Politik sollte die großen Potenziale von Erdgas zur CO2-Reduktion nicht ignorieren. Dies wäre im Übrigen eine Politik am Kundenwunsch vorbei: Erdgas ist das Heizsystem Nummer eins der Deutschen, im Neubau entscheiden sich die Verbraucher weiterhin mit deutlicher Mehrheit für erdgasbasierte Heizsysteme. Es ist im Übrigen inkonsistent, das Biogas im Energierecht (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) nicht gleichberechtigt als Erneuerbare Energie anerkannt wird. Es ließen sich bis 2020 jedes Jahr bis zu 45 Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn zehn Millionen veraltete Heizkessel durch moderne Erdgastechnik ausgetauscht und dabei zehn Prozent Bio-Erdgas verwendet würde."

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Ansprechpartner

Jan Ulland
Pressesprecher / Press Spokesman
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