30. Oktober 2013

"Ohne Wärmemarkt keine Energiewende" - Kernbotschaften des BDEW

Der Wärmemarkt wird in der Diskussion um die Energiewende nach wie vor nicht ausreichend beachtet - obwohl dort große Potentiale zur CO2-Minderung schnell und kostengünstig erschlossen werden könnten. Mit zwölf Kernbotschaften zum Wärmemarkt hebt der BDEW das Themenfeld in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion im Rahmen der Energiewende hervor.

Der Wärmemarkt bietet ein großes Potential, CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Minderung der Treibhausgasemissionen ist ein Hauptziel der Energiewende in Deutschland. Dieses Ziel soll durch Erhöhung der Energieeffizienz, Senkung der spezifischen CO2-Emissionen und Senkung des Energieverbrauches und durch den verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien erreicht werden.

Die Politik hat für den größten Energieverbrauchssektor Deutschlands - den Wärmemarkt - ambitionierte Ziele abgeleitet. Dennoch wird der Wärmemarkt nach wie vor in der politischen und öffentlichen Diskussion nicht ausreichend beachtet. Die enormen CO2-Minderungspotentiale in der zentralen und dezentralen Wärmeerzeugung liegen weiterhin brach. Dabei können mit Modernisierungsmaßnahmen im Wärmemarkt bezahlbar und schnell CO2-Einsparungen erreicht werden. Und genau solche sozialverträglichen Lösungen, die sich durch eine marktwirtschaftliche Gestaltung des Rechts- und Förderungsrahmens erreichen lassen, werden benötigt, um die Akzeptanz für die große gesellschaftliche Herausforderung Energiewende dauerhaft zu erhalten. Nur dann werden Verbraucher und Wirtschaft langfristig investieren.

Um den nachhaltigen und kosteneffizienten Umbau des Wärmemarktes voranzutreiben, ist es notwendig, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Dafür setzt sich der BDEW ein. Mit den Kernbotschaften zum Wärmemarkt positioniert sich der BDEW wertschöpfungsstufen- und spartenübergreifend zu folgenden Themenfeldern:

  • Die Modernisierung des Heizungsbestandes ist der Schlüssel zum Umbau des Wärmemarktes.
  • Die Rahmenbedingungen sind technologieoffen und energieträgerneutral zu gestalten.
  • CO2-Vermeidungskosten sind ein wichtiger Maßstab der Energiewende.
  • Erdgas ist ein leistungsstarker und flexibler Energieträger. Erdgas genießt in der Bevölkerung hohe Akzeptanz.
  • Bio-Erdgas bietet zusätzlich ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösungen, um die CO2-Minderungsziele der Bundesregierung für den Wärmemarkt zu erreichen.
  • Fernwärme in Verbindung mit hocheffizienter KWK ist eine sinnvolle Option zur CO2-Minderung und auch zur Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien in der Strom- und Wärmeerzeugung.
  • Integration von Strom aus Erneuerbaren Energien;  Energieeinsparung und CO2-Minderung durch stromgeführte sowie strombetriebene Systeme.
  • Speicherung von Strom aus Erneuerbaren Energien - Power-to-Gas und Power-to-Heat.
  • Förderprogramme verstetigen und Planungssicherheit schaffen.
  • Das Contracting ist ein wichtiges marktwirtschaftliches Instrument zur Steigerung der Sanierungsrate im Gebäudebestand - Hemmnisse für ein stärkeres Wachstum des Contracting-Marktes müssen beseitigt werden.
  • Bei der Weiterentwicklung der Gesetzgebung ist eine bundeseinheitliche und EU-konforme Vereinfachung und Harmonisierung des ordnungsrechtlichen Rahmens anzustreben.

Die Weiterentwicklung des Wärmemarktes braucht eine breite Mitwirkung und eine wirksame Kooperation zwischen den maßgeblichen Akteuren.

Die Kernbotschaften zum Wärmemarkt eignen sich insbesondere zum Einsatz in der Kommunikation und zum politischen Dialog. Die Kernbotschaften zum Wärmemarkt erhalten Sie hier.


Weitere Informationen

Livia Beier
Geschäftsbereich Vertrieb, Handel und gasspezifische Fragen
Telefon 0 30 / 300 199-1252
E-Mail livia.beier@bdew.de

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.