27. Mai 2014

Neue Merkblätter im KfW-Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren"

Ab 1. Juni 2014 gelten neue Merkblätter und Anlagen in den KfW-Programmen "Energieeffizient Bauen und Sanieren" (151/152, 153, 167, 430). Die Merkblätter und Anlagen wurden zudem im Layout umgestellt. Im Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung" (431) werden demnächst Änderungen vorgenommen, deren Details noch nicht veröffentlicht sind. Leistungen für die Planung und Begleitung eines Bauvorhabens nach den neuen Technischen Mindestanforderungen für Energieeffizientes Sanieren ab dem 1. Juni 2014 werden weiterhin mit einem Baubegleitungszuschuss gefördert.

Die neuen Merkblätter und Anlagen sind im Internet unter www.kfw.de auf den Seiten der jeweiligen Förderprogramme sowie im Beraterforum eingestellt.

Neue Voraussetzungen für Antragsteller
Ab 1. Juni 2014 ist die Erstellung der "Online-Bestätigung zum Antrag" bzw. des "Online-Antrags" nur noch für die in der Energieeffizienz-Expertenliste der Förderprogramme des Bundes (im Folgenden: Expertenliste) eingetragenen Energieberater möglich. Dies wird über einen gesonderten Log-In der Online-Anwendung ("EBS-Prüftool") umgesetzt. Für diese und weitere Anpassungen wurde eine neue Version des EBS-Prüftools entwickelt, die bereits zur Verfügung steht.  

Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • die rechtsverbindliche Erklärung des Sachverständigen über einen vorgeschalteten Authentifizierungsprozess (Log-In mit Benutzername und Passwort) in der Online-Anwendung (somit kann die Unterzeichnung durch den Sachverständigen entfallen).
  • eine 15-stellige Identifikationsnummer (BzA-ID) auf allen Seiten der Bestätigung/des Antrags, die den Schlüssel für die geplante automatisierte Weiterbearbeitung durch die KfW bildet.
  • ein Ablaufdatum - die Bestätigung bleibt für einen Zeitraum von sechs Monaten nach Erstellung gültig, innerhalb dessen sie für die Antragstellung verwendet werden kann (es gilt das Datum des Antragseingangs bei der KfW).


Die verpflichtende Eintragung in die Expertenliste birgt allerdings die Gefahr der Benachteiligung von Beratern aus Energieunternehmen. Nach den Zulassungsbestimmungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle können nur solche Berater als Energieeffizienz-Experten für das Förderprogramm "Vor-Ort-Beratung" des Bundes in die Liste Aufnahme finden, die in diesen Bestimmungen als unabhängig klassifiziert werden - ohne Berücksichtigung der fachlichen Qualifikation. Mitarbeiter oder Beauftragte von Energieunternehmen sind nach diesen Bestimmungen von einer Eintragung in diesen Teil der Liste ausgeschlossen. Zwar gilt dieser Ausschluss nicht für die Beratung zum Förderprogramm "Energieeffizient Bauen und Sanieren", allerdings weist die KfW in ihren Publikationen ausdrücklich darauf hin, den gewählten Berater auch auf weitere Fördermöglichkeiten anzusprechen. Damit unterliegen auch eingetragene Energieberater von Energieunternehmen einem Wettbewerbsnachteil.

Der BDEW weist seit langem darauf hin, dass diese Restriktion das Angebot an Energieberatung unnötig verknappt. Die Qualität einer Energieberatung richtet sich in erster Linie nach der fachlichen Qualifikation des Energieberaters, nicht nach seiner Branchenzugehörigkeit. Beratungsleistungen müssen nach objektiven Kriterien beurteilt und transparent dargestellt werden. Auch die Europäische Union legt in ihren Richtlinien fest, dass Beratung in unabhängiger Art und Weise, also auf Basis geltender Normen und Regeln, zu erfolgen hat, und trifft keine Festlegungen zur Branchenzugehörigkeit.

Hinweise zur Energieeffizienz-Expertenliste Baudenkmale
Ab dem 1. April 2014 gilt für die Anerkennung und Eintragung als Energieberater für Baudenkmale bzw. eine Verlängerung der Anerkennung das neue "Anerkennungsschema Sachverständige Energieberater für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz für die KfW-Programme zur energetischen Sanierung (KfW-Programme Nr. 151/152, Nr. 430, Nr. 431, Nr. 218, Nr. 219)". Das Anerkennungsschema wurde gemeinsam mit dem ehemaligen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den Verbänden der Denkmalpflege entwickelt und auf der Internetseite www.energieberater-denkmal.de veröffentlicht. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Antragsverfahren. Für Fragen steht eine betreuende Koordinierungsstelle "Energieberater für Baudenkmale" bereit.

Die KfW weist darauf hin, dass im Rahmen der KfW-Akademie sowohl Präsenzveranstaltungen als auch Online-Seminare für gelistete und nicht gelistete Energieberater angeboten werden. Eine Veranstaltung der KfW-Akademie kann als fünfstündige Weiterbildung, ein Online-Seminar als einstündige Weiterbildung für das Relisting (Verlängerung des Eintrags) in der Expertenliste geltend gemacht werden.


Weitere Informationen

Boris Safner
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1376
E-Mail boris.safner@bdew.de

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