05. Dezember 2014

Neue Formulare "Hydraulischer Abgleich" für KfW- und BAFA-Förderprogramme

Bei der Inanspruchnahme bestimmter KfW- und BAFA-Fördermaßnahmen ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Hierfür sind spezielle Verfahren und spezielle Nachweisformulare vorgeschrieben und auf Verlangen vom Kunden vorzuweisen. Die Formulare wurden novelliert.

Die KfW und das BAFA haben in Abstimmung mit Branchenverbänden neue Formulare zur Bestätigung des hydraulischen Abgleichs hinterlegt.

Neben dem überarbeiteten Formular für den hydraulischen Abgleich in den Förderprogrammen KfW-Einzelmaßnahme, BAFA-Bonusförderung einer Solarthermieanlage oder BAFA-Förderung einer Biomasse-Heizanlage steht nun zusätzlich ein neues Formular für den Neubau eines KfW-Effizienzhauses (Programm 430 - Zuschuss) und die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus (Programm 151 - Kredit) zur Verfügung.

In dem neuen und dem überarbeiteten Bestätigungsformular werden ab sofort bauliche und planerische Eckpunkte der Heizungsanlage festgehalten und vorliegende Berechnungsergebnisse des hydraulischen Abgleichs sowie die Einstellungen an der Heizungsanlage abgefragt.

Die nachzuweisenden Leistungen wurden praxisnah überarbeitet. Zudem wird auf die Besonderheiten des hydraulischen Abgleichs bei Fußboden- und Einrohrheizungen eingegangen.
 
Bis Ende 2016 zwei parallele Verfahren bei Einzelmaßnahmen
Zur Berechnung des hydraulischen Abgleichs bei einer Einzelmaßnahme sind zwei Verfahren zulässig. Das sogenannte Verfahren A ist ein Näherungsverfahren, bei dem die relevanten Werte überschlägig ermittelt werden. Dieses Vorgehen ist zum 31. Dezember 2016 befristet. Danach wird bei einer Einzelmaßnahme nur noch eine Softwareberechnung, das Verfahren B, anerkannt. Bei der Bestätigung für ein KfW-Effizienzhaus ist Verfahren B schon heute Voraussetzung.
 
Für das Fachhandwerk werden über Verbandsorganisationen oder Hersteller bundesweit Schulungen für die Softwareberechnung (Verfahren B) angeboten.

Kunden müssen den Nachweis zehn Jahre aufheben und auf Verlangen vorweisen
Empfänger der Fördermittel müssen das vom Fachhandwerker ausgefüllte Formular über die Durchführung des hydraulischen Abgleichs zehn Jahre lang aufbewahren. Auf Verlangen des Fördermittelgebers sind die Formulare vorzulegen. Der Unternehmer hat den hydraulischen Abgleich durchzuführen, zu dokumentieren und beides auf der Unternehmererklärung zur Fördermaßnahme schriftlich zu bestätigen. Dabei kann es bei den BAFA-Förderprogrammen vorkommen, dass zusätzlich die Einstellprotokolle als Nachweis abgefordert werden, beispielsweise wenn der Antragsteller den hydraulischen Abgleich selbst durchführt.


Weitere Informationen

Boris Safner
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1376
E-Mail boris.safner@bdew.de

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