02. November 2016

Daseinsvorsorge in der Wasserwirtschaft

Am 4. Oktober hat der BDEW zu denen aus Sicht der Wasserwirtschaft wichtigsten Entwicklungen in den nächsten 15 Jahren Stellung genommen.

Die Stellungnahme erarbeitete der DBEW für ein Dialoggespräch im Bundesumweltministerium (BMUB) zur "Zukunft der Daseinsvorsorge in der Wasserwirtschaft". Einige Ergebnisse des Dialoggesprächs: Vorgesehen ist, die Rahmenbedingungen für Kooperationen und interkommunale Zusammenarbeit zu verbessern sowie neue Aufgaben in Finanzierungsmodelle einzupassen. Der Schutz der Gewässer und des Grundwassers müsse auch auf bisher nicht genutzte Ressourcen ausgedehnt werden. Bei Nutzungskonkurrenzen müssen bundesweite Kriterien zu Abwägung entwickelt werden, im Interesse des Gewässerschutzes.

Hinsichtlich des Verursacherprinzips ist die Produkthaftung stärker in den Blick zu nehmen. Auch eine integrierte sektorübergreifende Umweltgesetzgebung ist vonnöten, ebenso wie Konsequenzen aus Vollzugsdefiziten beim Umweltrecht. Die Berufe in der Wasserwirtschaft müssen attraktiver werden. Nicht zuletzt stellt sich die Frage, wie die Infrastruktur flexibilisiert werden kann. Im Nachgang bedankte sich das BMUB bei den Teilnehmer/innen. Das BMUB habe zahlreiche Anregungen bekommen, die zeigten, welche Arbeitsfelder weiter vertieft werden sollten.

Die Leitfrage des BMUB für diesen Dialogprozess lautete: "Mit einem Zeithorizont von rund 15 Jahren - was sind die wesentlichen Herausforderungen, wo besteht Anpassungsbedarf und die Notwendigkeit für neue, innovative Ansätze in struktureller, organisatorischer, technologischer und regulatorischer Hinsicht?".


Weitere Informationen

Vera Szymansky
Geschäftsbereich Wasser und Abwasser
Telefon 0 30 / 300 199-1212
E-Mail vera.szymansky@bdew.de

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