05. Februar 2013

BAFA steigert Zuschüsse für Heizen mit erneuerbaren Energien - neue Fördermöglichkeiten für 2013

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat im Jahr 2012 das Fördervolumen für Heizungen, die aus erneuerbaren Energien Wärme bereitstellen, um fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Anzahl der geförderten Anlagen ist von 60.000 auf 75.000 gestiegen. Die Förderung von solarer Heiztechnik wird weiter ausgebaut. Zusätzlich wurde die Förderung von Contractingmodellen für Wärme aus solarthermischen Anlagen, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen ausgebaut.

Insgesamt hat das BAFA im vergangenen Jahr 150 Millionen Euro an Zuschüssen für Heizungen mit erneuerbaren Energien ausgeschüttet. Das BAFA sieht hierfür verschiedene Gründe:

  • Das "Marktanreizprogramm", aus dem die Investitionszuschüsse für Solarthermieanlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen finanziert werden, wurde im August 2012 erheblich verbessert. Sowohl private als auch gewerbliche Hausbesitzer, die auf Heizen mit erneuerbaren Energien setzen, können seitdem Fördermittel in Anspruch nehmen.
  • Es standen ausreichend Fördermittel zur Verfügung, um alle Anträge zu bedienen. Dies war in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall.
  • Die Zuschüsse verkürzen die Amortisationszeiten für neue Anlagen auf wenige Jahre. Dies macht die Heizungssanierung für immer mehr Gebäudebesitzer attraktiv.
  • Das Marktanreizprogramm (MAP), über das die Zuschüsse verteilt werden, wird auch von vielen Kommunen im Rahmen ihrer kommunalen Klimaschutzaktivitäten beworben.

Weitere Fördermaßnahmen 2013
Die Förderung der thermischen Nutzung erneuerbarer Energien wird weiter ausgebaut. Schon Ende 2012 wurden die Fördermöglichkeiten im Rahmen des MAP weiter verbessert:

  • Solarthermische Anlagen können jetzt auch in neu errichteten Mehrfamilienhäusern (mindestens drei Wohneinheiten) oder in neuen Gewerbegebäuden bezuschusst werden.
  • Bei Verwendung solarer Prozesswärme in Gewerbe und Industrie werden bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten erstattet.
  • Schließlich erhalten Energiedienstleister einen direkten Zuschuss, wenn sie Kunden im Rahmen eines Contractingmodells mit Wärme aus solarthermischen Anlagen, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen versorgen. Der Energieversorger erhält einen direkten Investitionszuschuss vom BAFA. Für den Einbau einer Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie, einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe werden beispielsweise zwischen 2.000 und 3.300 Euro ausgezahlt.

Nähere Informationen über die Programme sowie Antragsformulare finden sich auf der Internetseite des BAFA.

Investitionsbereitschaft weiter unterstützen
Der Erfolg des Marktanreizprogramms unterstreicht aber auch deutlich, welche Chance durch die Verschleppung der Einführung der steuerlichen Förderung von Gebäudesanierungsmaßnahmen vertan wird. Die Gebäudebesitzer sind sowohl durch die öffentliche Diskussion um die Energiewende als auch durch die steigenden Energiepreise sensibilisiert und durchaus investitionsbereit. Es bedarf nur geringer zusätzlicher Anreize, um erhebliche Investitionsmittel freizusetzen und damit die Energieeffizienz im Gebäudebestand weiter zu steigern. Heizung und Warmwasser machen immerhin 40 Prozent des Energieverbrauchs aus und produzieren ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland. Eine moderne Heizung liefert einen erheblichen Beitrag zur Kohlendioxidminderung und lässt sich in nahezu jedes Gebäude einbauen. Spätestens wenn die vorhandene Heizung älter ist als 15 Jahre, ist es sinnvoll, den Ersatz durch eine moderne Heizung zu prüfen. Von den Investitionen profitieren auch das regionale Handwerk und die heimische Industrie. Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf auf Seiten der Politik.

Service für EVU-Kunden im Rahmen der Energieberatung
Energieversorger können ihre Kunden im Rahmen ihrer Energieberatung durch Hinweise auf die verbesserten Fördermöglichkeiten unterstützen. Informationen hierzu finden sich sowohl auf den Internetseiten des BAFA, in einem Förderrechner der dena oder in der umfassenden Fördermitteldatenbank auf der vom BDEW bereitgestellten Internetseite www.ganz-einfach-energiesparen.de. Diese Seite kann auch in die unternehmenseigene Internetpräsenz eingebunden werden. Eine regelmäßige Information über neue bzw. geänderte Fördermaßnahmen bietet der Newsletter der BAFA, der auf der Internetseite bestellt werden kann.


Weitere Informationen

Hartmut Kämper
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1373
E-Mail hartmut.kaemper@bdew.de

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