26. Januar 2010

BDEW zum Wissenschaftsjahr 2010 - Die Zukunft der Energie

Energiewirtschaft unterstützt Wissenschaftsjahr

Jungen Menschen Projekte für Forschung und Innovation näher bringen

Berlin, 26. Januar 2010 - Die deutsche Energiewirtschaft unterstützt das Wissenschaftsjahr 2010 "Die Zukunft der Energie". Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und seine 1.800 Mitgliedsunternehmen planen für die nächsten Monate zahlreiche Projekte und Veranstaltungen rund um das Thema Energie. Zudem engagiert sich der BDEW seit einiger Zeit im Koordinierungskreis des Wissenschaftsjahres. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, hat am Wochenanfang das Wissenschaftsjahr 2010 offiziell eingeläutet.

"Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte Jahr der Energie gibt unserer Branche die Gelegenheit, über künftige Herausforderungen und technische Innovationen zu informieren. Auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Branche wollen wir der jungen Generation Aspekte der Herausforderung Zukunftsenergie näher bringen und für diese Projekte begeistern", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW. Forschung und Innovation würden auch in der Zukunft das Fundament einer verlässlichen Versorgung mit Energie und Wasser für die Menschen bilden.

Die im BDEW organisierte Energiewirtschaft strebt eine kohlenstoffneutrale Energieversorgung bis 2050 an. Der Übergang zu einer klimaneutralen Energieerzeugung erfordert in Deutschland das größte Investitionsprogramm der Energiewirtschaft in der Geschichte. "In den nächsten zehn Jahren sollen allein 80 Milliarden Euro in den Ausbau der Stromnetze und in neue Erzeugungsanlagen investiert werden", erklärte Müller.

Es werde darauf ankommen, welche technologischen Lösungen zum Energiesparen, zur CO2-Reduktion, zum Transport und Speichern von Strom, zur klimafreundlichen Energie- und Wärmegewinnung oder auch zur Fortbewegung Deutschland in den kommenden Jahren zu bieten habe. Müller: "Für Deutschland ist damit die Chance auf eine technische und wirtschaftliche Vorreiterrolle verbunden."

Die deutsche Energiewirtschaft führt nach BDEW-Angaben derzeit mehr als 1250 innovative Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung durch. Hinzu kommt eine große Zahl an Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die von den Energieversorgern angestoßen und dann von den Anlagen- und Komponentenherstellern geleistet werden. Etwa die Hälfte der insgesamt gut 1250 Forschungs- und Entwicklungsprojekte beschäftigt sich mit konkreten Verbesserungen bereits bestehender Anlagen und Techniken. Rund 200 Projekte laufen im Bereich der Grundlagenforschung. Darüber hinaus engagieren sich die Energieversorgungsunternehmen bei Pilot- oder Demonstrationsanlagen. Viele Projekte werden in Zusammenarbeit mit Hochschulen durchgeführt.

Bei den bereits laufenden Projekten geht es beispielsweise um Fragen der dezentralen Stromerzeugung einschließlich der Steuerung und Integration in das Netz. So werden neue Speichertechnologien, Techniken zur Abtrennung von Kohlendioxid (CO2), innovative Gasanwendungen oder Offshore-Windkraftanlagen erforscht.


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Frank Brachvogel
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