12. März 2010

BDEW zur heutigen Sitzung des EU-Energieministerrates:

Entwicklung intelligenter Stromnetze beschleunigen

Aufbau von "smart grids" maßgeblich für Integration Erneuerbarer Energien /
Energieforschung technologieoffen gestalten

Berlin, 12. März 2010 - "Die Europäische Union verfolgt mit dem Ziel, die Erforschung von CO2-armen Energietechnologien in Europa stärker zu bündeln, einen richtigen und wichtigen Ansatz. Die Entwicklung von intelligenten Stromnetzen sollte aber ein größeres Gewicht erhalten als bislang von der Europäischen Kommission vorgesehen. Der Aus- und Umbau der Stromnetze ist eine entscheidende Voraussetzung für die Integration der Erneuerbaren Energien in die zukünftige Stromversorgung von Verbrauchern und Industrie", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich der heutigen Zustimmung des EU-Energieministerrates zu den Vorschlägen der Europäischen Kommission im Bereich Energieforschung. "Den intelligenten Netzen kommt bei vielen Lösungsvorschlägen für eine CO2-arme Energiewirtschaft eine herausragende Rolle zu", so Müller.

Ein weiterer, auch vom Energieministerrat nicht berücksichtigter Aspekt sei das Thema Stromspeicher. "Da die Stromerzeugung aus Windkraft und Sonne nicht grundleistungsfähig ist, muss überlegt werden, mit welchen Speicherformen die entsprechenden Anlagen gekoppelt werden. Speicher sollten daher im Rahmen des Strategischen Energietechnologieplans (SET-Plan) der Kommission ein wichtiges Forschungsfeld sein." Zudem sei es von entscheidender Bedeutung, Hemmnisse für bestehende Speichertechnologien auf nationaler Ebene zu beseitigen und die vorhandenen Speicherkapazitäten weiter auszubauen.

"Der EU-Energieministerrat betont ausdrücklich, dass die Forschungsprojekte im Bereich CO2-armer Energietechnologien Unternehmen aller Größenklassen und Wertschöpfungsstufen offen stehen sollen. Das ist der richtige Weg. Das Gesamtkonzept der EU im Bereich Energieforschung sollte technologieoffen gestaltet sein. Technologien mit der besten CO2-Minderungseffekten sollten vorrangig gefördert werden", so Müller.


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Jan Ulland
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