24. März 2010

BDEW zu Preisanpassungsklauseln Erdgas:

Unternehmen geben sinkende Beschaffungskosten weiter

Zunehmender Wettbewerb im Gasmarkt / Gaspreise um 20 Prozent gesunken

Berlin, 24. März 2010 - Unabhängig davon, ob einzelne Preisanpassungsklauseln in Gaslieferverträgen formal wirksam oder unwirksam sind, geben die Gasunternehmen sinkende Beschaffungskosten an die Kunden weiter. Dies zeigt beispielhaft das Jahr 2009: Die Versorger haben im vergangenen Jahr die Preise aufgrund gesunkener Beschaffungskosten massiv gesenkt. Laut Statistischem Bundesamt sind sie im Januar 2010 durchschnittlich um über 20 Prozent niedriger als im Januar 2009, erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Reaktion auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofes, die Preisanpassungsklauseln von zwei Gasunternehmen für unwirksam zu erklären.

Auf dem Gasmarkt in Deutschland intensiviert sich der Wettbewerb zwischen den Gasanbietern um Haushaltskunden zunehmend: Im Durchschnitt gibt es nach einer Erhebung der ene´t GmbH insgesamt 23 potenzielle Anbieter je Postleitzahl in Deutschland. Sieben Unternehmen sind mit einem bundesweiten Gasangebot auf dem Markt (Quelle: "Newsletter Endkundentarife Gas der ene't GmbH"). Mittlerweile haben sich nach einer Erhebung des BDEW 25 Prozent der Gaskunden für ein anderes Produkt ihres Versorgers oder für einen neuen Anbieter entschieden.

Um im Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können, haben die Gasunternehmen ein Interesse, ihren Kunden möglichst günstige Tarife anzubieten, so der BDEW. Die Unternehmen nutzen dabei verschiedene Optionen beim Einkauf von Erdgas, um Risiken bei der Beschaffung und den Einfluss von Preisspitzen zu minimieren.


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Jan Ulland
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