19. Mai 2010

BDEW zu Förderstopp im Wärmemarkt durch Bundesregierung:

Unternehmen fördern weiterhin Öko-Heizungen

Energiewirtschaft steht mit 1200 Investitionszuschuss-Programmen bereit / Verbraucher sollten sich an die örtlichen Versorger wenden

Berlin, 19. Mai 2010 - Trotz des Förderstopps der Bundesregierung für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt fördert die deutsche Energiebranche auch weiterhin moderne und umweltschonende Wärme-Technologien. So bieten die Energieversorger nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) derzeit fast 1.200 Investitionszuschuss-Programme in diesem Bereich an. "Der Entschluss der Bundesregierung, das Anreizprogramm zu stoppen, ist bedauerlich. Die deutsche Energiewirtschaft unterstützt jedoch private Investitionen im Bereich der erneuerbare Energien weiter engagiert. Unsere Botschaft an die Verbraucher lautet: Investitionen lohnen sich noch immer. Informieren Sie sich bei Ihrem Energieversorger vor Ort", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Nach den Zahlen des BDEW und der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. (HEA) bieten momentan 508 Energieversorgungsunternehmen 1.194 Investitionszuschussprogramme für den Neueinbau von Wärmepumpen, Gasheizungen, Solarthermie- und KWK-Anlagen an. "Diese beeindruckende Zahl macht deutlich, dass sich die Verbraucher auf die deutsche Energiewirtschaft verlassen können. Unser Engagement hört nicht auf, wenn sich der Staat zurückzieht", sagte Müller. Laut BDEW gibt es nach aktuellem Stand 540 Förderprogramme für neue Gasheizungen, 139 für neue Wärmepumpen und 129 für neue Solarthermie-Anlagen. Neue KWK-Anlagen würden von 76 Programmen gefördert. Der BDEW macht zudem darauf aufmerksam, dass es weiterhin spezifische Anreizprogramme in einzelnen Bundesländern gibt, von denen Verbraucher nach wie vor profitieren könnten. Auch die Förderung über Kredite und Zuschüsse der KfW-Förderbank seien nicht betroffen. Verbraucher, die ihre Heizungsanlagen modernisieren wollen, sollten sich an ihre örtlichen Energieversorgungsunternehmen wenden.

Die hiesigen ehrgeizigen Klimaschutz- und CO2-Einsparziele könnten nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Politik weiterhin die richtigen Anreize setze, so Müller weiter. "Dies muss allen Beteiligten klar sein." Besonderen Förderungsbedarf sieht der BDEW auch bei der Entwicklung von effizienten Speichertechnologien für erneuerbare Energien. Nur mit einer gezielten Forschungsförderung könnten die Unternehmen die Technologien und die Infrastruktur entwickeln, die nötig seien, um die erneuerbaren Energien erfolgreich ins Netz zu integrieren.

Die Bundesregierung hatte das bislang erfolgreiche Marktanreizprogramm im Rahmen einer Haushaltssperre gestoppt. Nicht nur Teile der Politik, auch zahlreiche Verbände hatten dies kritisiert.


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Henning Jeß
Pressereferent
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