07. Juli 2010

BDEW-Stellungnahme zur Aufhebung Haushaltssperre Marktanreizprogramm:

Müller: Weg für private Investitionen wieder frei

Energieversorger unterstützen Verbraucher im Wärmemarkt

Berlin, 7. Juli 2010 - "Die Aufhebung der Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm ist ein richtiges Zeichen der Politik auf dem Weg in eine nachhaltige Energieversorgung. Damit wird der Weg frei für private Investitionen in moderne und umweltschonende Wärme-Technologien. Auch die deutsche Energiewirtschaft unterstützt weiter engagiert Investitionen für erneuerbare Energien im Wärmemarkt. Die Verbraucher sollten sich über die möglichen Maßnahmen bei ihrem Energieversorger vor Ort informieren", erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Für die anstehenden Planungen zum Haushalt 2011 der Bundesregierung, würde der BDEW es begrüßen, wenn die Höhe der Fördermittel beibehalten wird. Zudem sollten sich die Förderbedingungen für die unterschiedlichen Wärme-Technologien nicht verschlechtern und technologieneutral bleiben. "Jeder Euro, der aus dem Marktanreizprogramm eingesetzt wird, löst private Investitionen in achtfacher Höhe aus. Damit ist das Marktanreizprogramm ein Förderinstrument, das sich für die Umwelt und den Mittelstand auszahlt und gleichzeitig auch den öffentlichen Haushalten zu neuen Einnahmen verhilft", sagte Müller.

Nach Zahlen des BDEW und der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. (HEA) bieten momentan 508 Energieversorgungsunternehmen zusätzlich 1.194 Investitionszuschussprogramme für den Neueinbau von Wärmepumpen, Gasheizungen, Solarthermie- und KWK-Anlagen an. Laut BDEW gibt es derzeit 540 Förderprogramme für neue Gasheizungen, 139 für neue Wärmepumpen und 129 für neue Solarthermie-Anlagen. Neue KWK-Anlagen würden von 76 Programmen gefördert. Der BDEW macht darauf aufmerksam, dass es spezifische Anreizprogramme auch in einzelnen Bundesländern gibt, von denen Verbraucher profitieren könnten. Darüber hinaus bietet die KfW über Kredite und Zuschüsse Hilfe für den Um- und Neubau von Wärme-Technologien.


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Frank Brachvogel
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