09. Juli 2010

BDEW zur Verabschiedung des Energieeffizienzgesetzes im Bundestag:

Müller: Gesetz belebt Energiedienstleistungsmarkt

Kunden und neue Anbieter können sich über Regelungen freuen /
Über 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen bieten Energiedienstleistungen

Berlin, 9. Juli 2010 - Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen in zweiter und dritter Lesung verabschiedet. Die Koalitionsfraktionen haben den Regierungsentwurf durch einen Änderungsantrag in mehreren Punkten verbessert. Energieversorger werden jetzt nicht mehr diskriminiert, sondern können ihre Energiedienstleistungen gleichberechtigt anbieten. "Diese Regelung ist auch eine gute Nachricht für die Verbraucher. Die Kunden können sich auf eine große Auswahl bei Energiedienstleistungen freuen", erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Dem Gesetz muss im Herbst noch der Bundesrat zustimmen.

Nach einer aktuellen Erhebung des BDEW bieten bereits über 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen ihren Privat-, Gewerbe- und Industriekunden Energiedienstleistungen an. Dazu gehören auch Audits, wie beispielsweise die Ausstellung von Energieausweisen und Durchführung von Energieanalysen. Diese Angebote können nun im freien Wettbewerb weiter ausgebaut werden. "Die gefundenen Regelungen kommen auch neuen Anbietern zugute. Denn das Gesetz belebt den Energiedienstleistungsmarkt und verstärkt das Kundeninteresse", erläuterte Müller.

Aus Sicht der Energieversorger wurden mit dem Gesetz einige wichtige Änderungen vorgenommen, für die sich der BDEW eingesetzt hatte: Die Unternehmen sind mit ihren Dienstleistungsangeboten im Bereich Audits jetzt auch auf der öffentlich geführten Anbieterliste vertreten. Diese Angebote der Energieversorger zählen nun zum behördlich festgestellten Marktangebot gleichberechtigt dazu. Die Unternehmen müssen im Falle einer nicht ausreichenden Zahl von Anbietern nicht mehr das Angebot durch Heranziehung von ihnen unabhängiger Dritter sicherstellen, wie es noch im Regierungsentwurf zur sogenannten Sorgepflicht hieß. Es entfällt der Verweis auf das Abgrenzungskriterium zu Landkreisen und kreisfreien Städten bei der Betrachtung des Angebots. Stattdessen wird in der Begründung auf bundesweite und sogar grenzüberschreitende Anbieter von Energiedienstleistungen verwiesen. "Die Unternehmen der Energiewirtschaft werden in Zukunft ihr Engagement im Bereich der Energieeffizienz und Energiedienstleistungen weiter verstärken", kündigte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung an.


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Frank Brachvogel
Pressesprecher
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