30. November 2010

BDEW zum Zwischenbericht der NPE:

Politik muss Investitionssicherheit schaffen

Bezahlbare Infrastruktur aufbauen / Batterieinnovationen und Ladepunkte sind Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität

Berlin, 30. November 2010 - "Die Bundesregierung muss jetzt die Voraussetzungen schaffen, um Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität stärker zu fördern. Gleichzeitig sollte sowohl auf Bundesebene als auch in den Ländern und den Kommunen für die nötige Investitionssicherheit beim Infrastrukturausbau gesorgt werden. Anders bekommen wir die Elektroautos nicht entwickelt und auf die Straße." Das sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich der Veröffentlichung des Zwischenberichts der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) am heutigen Dienstag.

In nur sieben Monaten habe die NPE wichtige Erkenntnisse gesammelt, wie Deutschland bis 2020 zum internationalen Leitmarkt der Elektromobilität werden kann. "Es ist richtig, dass die NPE einen besonderen Akzent auf die zukünftige Entwicklung von Batterieinnovationen legt. Das ist die aktuelle Herausforderung, die es zu lösen gilt", sagte Müller. Die deutsche Energiewirtschaft betont, dass dieser Markt in Deutschland nur mit einer branchenübergreifenden Kooperation aufgebaut werden kann.

Die Energiebranche weist darauf hin, dass eine bezahlbare und ausreichende Ladeinfrastruktur eine wichtige Voraussetzung dafür ist, um Elektroautos den Weg zu einem Massenmarkt zu eröffnen. Dafür seien Investitionen in Milliardenhöhe erforderlich. "Ohne eine bedarfsgerechte Infrastruktur wird sich das ambitionierte Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2020 nicht realisieren lassen", sagte Müller. Um die Ziele zu erreichen, werden nach Berechnungen des BDEW 1,2 Millionen Ladepunkte nötig sein. Nach Experteneinschätzung wird sich ein Großteil dieser Ladepunkte im privaten Bereich bzw. Arbeitsplatzumfeld befinden. Zahlreiche BDEW-Mitgliedsunternehmen von den lokalen und kommunalen bis hin zu den überregionalen Energieversorgungsunternehmen haben vor Ort schon umfangreiche Vorarbeiten geleistet, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen.

"Den acht Modellregionen als Keimzellen der Elektromobilität in Deutschland kommt beim Infrastrukturausbau eine Schlüsselfunktion zu. Fast überall engagieren sich vor Ort auch die Energieversorgungsunternehmen, die einen wichtigen Beitrag beim Aufbau der Infrastruktur leisten", so Müller. Der Energiewirtschaft komme dabei auch zugute, dass sie bereits mit ihrem großen Engagement für Gasfahrzeuge Erfahrungen in der Entwicklung neuer Antriebstechnologien gesammelt hat.


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Henning Jeß
Pressereferent
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