29. November 2011, Oldenburg

BDEW zum Auftakt der 8. oldenburger gastage 2011:

Wärmemarkt: Modernisierung des Gebäudebestands in den Fokus rücken

BDEW: Möglichst geringe CO2-Vermeidungskosten entscheidend für Erreichung der Umwelt- und Klimaziele

"Wir müssen uns - gerade angesichts der geringen Neubautätigkeit in Deutschland - bei den CO2-Einsparzielen im Wärmemarkt verstärkt dem Gebäudebestand zuwenden. Allerdings ist die finanzielle Belastbarkeit sowohl von Mietern als auch von Eigentümern begrenzt. Möglichst geringe CO2-Vermeidungskosten sind daher ein entscheidender Faktor, wenn die Klimaziele im Wärmemarkt tatsächlich erreicht werden sollen. Der Sozialverträglichkeit muss bei der Modernisierung des Gebäudebestandes Priorität eingeräumt werden", sagte Anke Tuschek, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), auf den heute beginnenden oldenburger gastagen 2011. Auf den Gebäudebereich entfallen nach BDEW-Angaben rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und rund ein Drittel der CO2-Emissionen. "Viele Gebäude sind nicht oder kaum saniert, die Mehrzahl der Heizungsanlagen ist nicht auf dem neuesten Stand der Technik", so Tuschek.

Die bisherigen Maßnahmen im Wärmemarkt reichten bei weitem nicht aus, um das von der Politik gesetzte CO2-Einsparziel von jährlich 93 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 zu erzielen, so Tuschek. "Das schaffen wir nur durch eine stärkere Einbindung des Gebäudebestandes und eine Verdopplung der Modernisierungsrate bei Heizungen. Hier spielen Erdgassystemlösungen wie die Erdgasbrennwerttechnik eine Schlüsselrolle. Sie sind der Treiber für schnelle, wirksame und bezahlbare CO2-Absenkungen und Effizienzsteigerungen im Bestand. Gas-basierte Heizungstechnologien bieten die günstigsten CO2-Vermeidungskosten und stellen damit eine effiziente Form des Klimaschutzes dar."

"Wir plädieren deshalb dafür, den Einsatz von Erdgas in Verbindung mit Bio-Erdgas in Brennwertkesseln als klare Erfüllung der Nutzungspflicht im Sinne des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWärmeG) gelten zu lassen. Und: Die notwendige Novelle des EEWärmeG für private Gebäude muss den Bestand in Verbindung mit einer Nutzungspflicht einbeziehen. Die Einbeziehung des Gebäudebestandes in die Regelungen des EEWärmeG trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung bei. Dabei müssen natürlich Technologieoffenheit und die Gleichwertigkeit von Bio-Erdgas zur Erfüllung der Vorgaben des EEWärmeG gewährleistet sein", so Tuschek abschließend.

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