05. Juli 2010

BDEW/HEA-Wärmepumpenerhebung läuft

Elektrowärmepumpe, Quelle: Dimplex

Auch 2010 führen der BDEW und die HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung wieder die branchenweite Erhebung zum Stromabsatz an Kunden mit Wärmepumpenanlagen durch. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Diskussion um den Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmemarkt und der weiteren Verschärfung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes nimmt auch die politische Bedeutung verlässlicher Marktzahlen zu.

2009 haben sich ca. 230 Unternehmen an der Befragung beteiligt; dabei wurden insgesamt 75.000 Wärmepumpen erfasst. Im Gegensatz zu 2007 stellt dies nahezu eine Verdoppelung der Anlagen dar. Leider wurden, wie auch 2007, nur ca. 25 Prozent des Strommarktes erfasst. Eine detailliertere Analyse der Ergebnisse ist auf der Grundlage dieser Erhebung noch nicht möglich. Ein Abgleich mit den Bestandszahlen an Wärmepumpen zeigt aber, dass damit auch ein etwa gleich großer Anteil am Wärmepumpenbestand erfasst ist. Der Bundesverband Wärmepumpen e.V. (BWP) meldet für 2008 einen bundesweiten Bestand von ca. 320.000 Anlagen.

Die erfassten Anlagen haben 2009 durchschnittlich jeweils ca. 7.000 Kilowattstunden (kWh) verbraucht. Weitere Analysen z.B. zur Ableitung von marktbasierten Argumenten für diese Technologie lässt der geringe von der Erhebung erfasste Marktanteil noch nicht zu. Daher hofft der BDEW darauf, dass sich seine Mitglieder 2010 noch stärker an der Befragung beteiligen; die Fragebögen liegen den Unternehmen bereits vor.

Die Wärmepumpe hat nicht zuletzt unter Umweltgesichtspunkten große Bedeutung. Sie erschließt komfortabel und zuverlässig Umweltwärme in Luft, Erdreich und Grundwasser für Raumheizung sowie Warmwasserbereitung und spart dabei im aktuellen Strommix 25 bis 50 Prozent Primärenergie ein. Die elektrische Wärmepumpe bietet zusätzlich - bei entsprechender Auslegung - Potenzial als kurzfristiger Stromspeicher bei steigendem Anteil fluktuierenden Stroms aus erneuerbaren Energien im Strommix. Hierzu laufen bereits erste Projekte bzw. werden in diesem Jahr starten.

Zahlreiche Energieversorger fördern den Einsatz der Wärmepumpe. Nach aktuellen Zahlen des BDEW gibt es bei den Energieversorgern 139 Förderprogramme für neue Wärmepumpen. Gerade in der zur Zeit unsicheren Situation der staatlichen Förderung bei Neubau und Modernisierung leisten die Energieversorger damit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Integration erneuerbarer Energien in den Wärmemarkt. Um dies auch nach außen belastbar darstellen zu können, benötigt der BDEW die Unterstützung der Mitglieder, unter anderem indem sie sich noch stärker als bisher in die statistischen Erhebungen einbringen.


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Hartmut Kämper
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1373
E-Mail hartmut.kaemper@bdew.de

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