30. April 2010

Benchmarking in Baden-Württemberg: 4. Runde bei Trinkwasser und 3. Runde bei Abwasser abgeschlossen

Mit einer Abschlussveranstaltung in Stuttgart am 16. März 2010 mit rund 100 Teilnehmern präsentierte sich das Benchmarkingprojekt in Baden-Württemberg. Vom Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg (VfEW) maßgeblich unterstützt, hatten sich 99 Trinkwasserversorgungsunternehmen verglichen, die 30 Prozent der Wasserabgabe an Endkunden repräsentieren.

Kernergebnisse sind: In Baden-Württemberg besteht Ver- und Entsorgungssicherheit auf hohem Niveau bei stabilen Preisen. Und dies trotz rückläufiger Wassermengen und Inflation. Zudem sind die Kunden sehr zufrieden.

Die Erwartung der Projektbeteiligten im Bereich Trinkwasser an eine Erhöhung der Teilnehmerquote wurde leider nicht erfüllt. Dennoch sticht das baden-württembergische Projekt aufgrund seiner vier Vergleichsrunden im bundesweiten Blick heraus. Denn hier sind nun Vergleichszeitreihen möglich. Der Preisanstieg für den Kunden liegt unter der allgemeinen Preissteigerung. Für die Unternehmen haben sich die Stromkosten verteuert. Gleichzeitig sind die Schadensraten und Wasserverluste rückläufig. Negativ ist zu bewerten, dass die Netzerneuerungsrate hinter den Zielwerten bleibt.

Im Bereich Abwasser haben sich 48 Unternehmen verglichen. Dies sind eher große Unternehmen, da sie die Abwässer von 43 Prozent aller im Land angeschlossenen Einwohner entsorgen. Kritisch wird die unzureichende Netzerneuerung im Abwasser bewertet. Bei der Energieeigenerzeugung liegt Baden-Württemberg oberhalb des bundesdeutschen Mittelwertes.


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Vera Szymansky
Geschäftsbereich Wasser und Abwasser
Telefon 0 30 / 300 199-1212
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