28. Oktober 2011

Bundesregierung veröffentlicht Förderkriterien für die "Schaufenster Elektromobilität"

Am 11. Oktober 2011 hat die Bundesregierung Einzelheiten zu den beabsichtigten "Schaufenstern Elektromobilität" bekanntgegeben. Der Zweite Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität hatte die Bildung dieser Schaufenster angeregt. Diese Anregung war im Regierungsprogramm Elektromobilität vom Mai 2011 aufgegriffen worden.

In drei bis fünf regionalen Großprojekten soll die deutsche Technologiekompetenz demonstriert und Elektromobilität für die Öffentlichkeit "erfahrbar" werden. Neben der Demonstration sollen auch Erfahrungen beim Auf- und Ausbau der Elektromobilität gesammelt werden. Die Bundesregierung erwartet, dass Kooperationen möglichst aus der gesamten Wertschöpfungskette gebildet werden, um das Gesamtsystem Elektromobilität zu demonstrieren und dabei gleichzeitig offene Fragestellungen zu ermitteln und dafür Lösungsansätze zu finden. Neben diesem systemischen Ansatz müssen die "Schaufenster" eine kritische Größe erreichen, um Rückschlüsse auf die Massentauglichkeit der vorgestellten Elektromobilitätslösungen zu erlauben. Neben anderen Schwerpunkten geht es besonders darum, die Einbindung der Elektromobilität in das Energiesystem und die Rolle der IKT und des Smart Grid aufzuzeigen bzw. zu untersuchen.

Antragsberechtigt sind in erster Linie Unternehmen der Wirtschaftskette Elektromobilität sowie Forschungseinrichtungen. Es wird erwartet, dass sich mehrere - mindestens zwei - Antragsberechtigte zusammenschließen, um das Vorhaben durchzuführen. Damit soll die erforderliche Größenordnung des Projekts erreicht werden. Die Förderung erfolgt nur zu einem Teil. Es wird eine „angemessene“ Eigenbeteiligung der Unternehmen vorausgesetzt.

Für das Verfahren ist die Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität der Bundesregierung (GGEMO) zuständig. Dort sind bis zum 16. Januar 2012 die Projektskizzen einzureichen, die anschließend von einer Fachjury, die voraussichtlich im Februar 2012 tagen wird, bewertet und ausgewählt werden. Das Auswahlergebnis wird den Interessenten voraussichtlich im März 2012 schriftlich mitgeteilt. Im Anschluss daran sind von den ausgewählten Kooperationspartnern die förmlichen Förderanträge zu stellen. Die Laufzeit der jeweiligen Projekte beträgt insgesamt drei Jahre.

Weitere Einzelheiten enthält die Förderbekanntmachung vom 11. Oktober 2011.


Weitere Informationen

Wolf-Ingo Kunze
Stabsbereich Mobilität
Telefon 0 30 / 300 199-1750
E-Mail wolf-ingo.kunze@bdew.de

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