29. Januar 2010

Erhebung des Stromverbrauchs von Speicherheizungen wird im Rahmen der BDEW-Jahresstatistik fortgeschrieben

Nicht zuletzt in der politischen Diskussion um Außerbetriebnahmeverpflichtungen für elektrische Direktheizsysteme erweisen sich die Ergebnisse der kontinuierlichen Erhebungen der Stromabsatzmengen für Speicherheizungen als vorteilhaft. Insbesondere die stark überhöhten Schätzungen des CO2-Einsparpotenzials der Außerbetriebnahme von Stromspeicherheizungen lassen sich mit den aktuellen Zahlen des BDEW relativieren. Der BDEW schreibt deshalb im Rahmen seiner Jahresstatistik die Erhebungen zum Stromverbrauch von Speicherheizungen fort. Nach der 2009 durchgeführten Erhebung betrug im Jahr 2008 der Stromverbrauch für Speicherheizungen etwa 13,1 Terawattstunden (TWh). Damit die Daten auch weiterhin eine hohe Validität haben, ist eine breite Beteiligung der BDEW-Mitgliedsunternehmen bei der Erhebung im Jahr 2010, die im April startet, von besonderer Bedeutung.

2009 haben von ca. 1.100 befragten Unternehmen 570 geantwortet. Das entspricht einer Antwortquote von über 50 Prozent. Bezogen auf den Stromabsatz repräsentieren diese Unternehmen einen Anteil von knapp 69 Prozent des Stromabsatzes an Letztverbraucher. Aus den Antworten der Unternehmen ergibt sich ein Gesamtstromverbrauch für Speicherheizungen bei diesen Unternehmen von 13,1 TWh im Jahr 2008.

CO2-Eisparpotenzial der Außerbetriebnahmeverpflichtung wird überschätzt
Eine lineare Hochrechnung dieses Verbrauchs auf den Gesamtmarkt ist nicht möglich, da bei den nicht antwortenden Unternehmen der Anteil des Absatzes an Speicherheizungskunden vermutlich noch geringer ist als bei den an der Umfrage beteiligten. Würde man diese Hochrechnung dennoch durchführen, käme man auf einen Gesamtstromverbrauch der Speicherheizungen von 19,4 TWh im Jahre 2008. Diese Zahl liegt aber, aus den oben genannten Gründen, wahrscheinlich deutlich über dem tatsächlichen Verbrauch, aber immer noch deutlich unter den in anderen Veröffentlichungen genannten Zahlen. Zieht man den CO2-Ausstoß des Ersatzheizsystems wieder ab, stellt man fest, dass die tatsächliche CO2-Einsparung der Außerbetriebnahmeverpflichtung deutlich hinter den Erwartungen zurück bleiben wird.

Gleichzeitig zeigt die kontinuierliche Erhebung, dass auch ohne staatliche Verpflichtungen ca. 2 bis 4 Prozent der Anlagen jährlich außer Betrieb genommen werden.

Um diese Aussagen auch zukünftig auf der Basis abgerechneter Verbräuche belastbar treffen zu können, ist der BDEW auf die Unterstützung der Mitgliedsunternehmen angewiesen. Wir freuen uns auch in diesem Jahr auf eine rege Beteiligung der Unternehmen und bedanken uns schon jetzt für die Unterstützung.


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Hartmut Kämper
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1373
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