29. Januar 2010

Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg seit Januar wirksam

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) in Baden-Württemberg ist seit dem 1. Januar 2010 auch für Altbauten wirksam. Beim Heizungsaustausch müssen seither neue Regelungen beachtet werden: Wer eine neue Heizungsanlage einbauen lässt, muss mindestens zehn Prozent der benötigten Wärme aus erneuerbaren Energien decken - z.B. über eine solarthermische Anlage. Alternativ kann auch die Wärmedämmung verbessert werden.

Das EWärmeG soll den Anteil regenerativer Energien an der Wärmeversorgung von älteren Häusern auf jeweils mindestens zehn Prozent erhöhen. Für Neubauten trat das Landesgesetz bereits 2008 in Kraft. Durch Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) des Bundes wurden die Regelungen aber überflüssig. Die Vorgaben des Landesgesetzes für bestehende Gebäude bleiben allerdings weiter in Kraft. Für landesrechtliche Auflagen bietet das Bundesgesetz entsprechende Möglichkeiten. Baden-Württemberg ist bisher das einzige Bundesland mit einer Landesregelung für Bestandsgebäude.

Hausbesitzer betrifft das Gesetz, wenn sie ab dem 1. Januar 2010 ihre Heizung austauschen lassen. Dies gilt auch, wenn bereits 2009 der Auftrag erteilt wurde. Es müssen im Falle des Heizungsaustauschs 10 Prozent erneuerbare Energie eingesetzt werden. Das Gesetz bevorzugt hierzu, wie auch das EEWärmeG des Bundes, die Solarthermie. Aber auch die Nutzung von Geothermie und Biomasse, sogar der direkte Einsatz von eingespeistem Biogas ist möglich. Statt des Einsatzes erneuerbarer Energien kann sich der Hauseigentümer auch für eine Verbesserung der Wärmedämmung entscheiden.


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Alexander Sperr
Geschäftsbereich Energieeffizienz
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