01. November 2010

Große Wärmepumpen in Industrie, Gewerbe und Kommunen - Umweltwärme auch für große Anlagen

Wärmepumpen bieten die Möglichkeit, Umweltwärme oder Abwärme aus Lüftungs- und Kälteanlagen sowie Produktionsprozessen für Heizzwecke nutzbar zu machen. Diese Technik hat sich im Wohnungsbau, unterstützt auch durch öffentliche Förderprogramme, in den letzen Jahren durchgesetzt und gehört hier inzwischen zu den Standardheiztechniken.

Größere Anlagen mit thermischen Leistungen von über 50 kW stehen dagegen erst am Anfang dieser Entwicklung. Dabei gelten die Argumente für die „kleine“ Wärmepumpe auch für die „große“ Anlage. Die Abgrenzung zwischen kleinen Wärmepumpen und Großwärmepumpen lässt sich nicht punktgenau treffen. In der Regel sind kleine Wärmepumpen Seriengeräte, die mit geringem individuellem Planungsaufwand zu Heizzwecken in Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden. Ihr Leistungsspektrum reicht bis etwa 30 kW Heizleistung.

Größere Wärmepumpen von etwa 30 kW bis 100 kW sind auch Seriengeräte, ihr Einsatz erfordert aber in der Regel eine dem Einsatzzweck angepasste individuelle Planung. Großwärmepumpenanlagen mit über 100 kW thermischer Leistung bestehen oft aus mehreren, kaskadierend zusammen geschalteten Einzelgeräten, die speziell für den jeweiligen Einsatzzweck konfiguriert und zusammengestellt sind. Die Obergrenze für die Leistung einzelner Wärmepumpenanlagen verschiebt sich mit der technischen Entwicklung kontinuierlich nach oben, in Skandinavien stehen heute schon Anlagen zur Wärmegewinnung aus dem Meer mit thermischen Leistungen deutlich über 1 Megawatt zur Verfügung.

In Kürze wird die HEA eine Broschüre veröffentlichen, die Nutzenargumente und Rahmenbedingungen für Großwärmepumpen beschreibt.
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