29. September 2011

IAA - Alternative Antriebe Schwerpunktthema

Fachkongress: K.-D. Maubach (E.ON)

Vom 13. bis 25. September 2011 fand die 64. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main statt. Insgesamt 1012 Aussteller aus 32 Ländern präsentierten mehr als 183 Weltpremieren. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf alternativen Antrieben. Zum ersten Mal war eine ganze Halle dem Thema Elektromobilität gewidmet. Auch Erdgas als Kraftstoff gerät endlich wieder stärker in den Fokus.

Zu den Ausstellern im Sonderbereich Elektromobilität gehörten Energieversorger, Pkw-Hersteller, wissenschaftlichen Instituten, Hochschulen, Chemieunternehmen, Elektrotechnik- und Zulieferbetriebe. Die Besucher konnten Elektromobilität in ihrer Gesamtheit erleben und Probefahrten mit Elektrofahrzeugen machen.

Der Fachkongress "ECOSYSTEM Elektromobilität" fand am 21. September 2011 statt und war mit knapp 500 Teilnehmern ausgebucht. Gemeinsam veranstaltet von den Verbänden BDEW, VDA, BDI, Bitkom, VCI und ZVEI behandelte er alle Wertschöpfungsstufen der Elektromobilität. Auf dem hochkarätig besetzten Kongress referierten unter anderem Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sowie Klaus-Dieter Maubach, Mitglied des Vorstands der E.ON AG und Vertreter des BDEW in der „Nationalen Plattform Elektromobilität“. Der Bundesverkehrminister sicherte die Unterstützung der Regierung zu und forderte die Automobilhersteller auf, den Kunden rasch attraktive Elektroautos anzubieten. Maubach legte dar, dass der bedarfsgerechte Infrastrukturaufbau für die bis 2020 vorgesehene Fahrzeugzahl für die Stromwirtschaft grundsätzlich zu schaffen sei. Beim Aufbau der öffentlichen Ladesäulen sei aber Zurückhaltung angebracht, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Vieles spreche dafür, dass das bequeme und kostengünstige Laden an privaten Ladepunkten im Vordergrund stehen werde.

Zur Stärkung der Erdgasmobilität haben Vertreter aus dem Bereich der Fahrzeughersteller, der Energiewirtschaft und der Automobilkunden auf der IAA eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet und an die Bundesregierung übergeben. Ziel ist es, „die großen Potentiale von Erdgas und Biomethan als klimafreundliche Kraftstoffe zu erschließen“, wie Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) anlässlich der Unterzeichnung sagte. Die Mitglieder der "Initiative Erdgasmobilität" beabsichtigen, das Angebot an Erdgasfahrzeugen zu erweitern, das Tankstellennetz auszubauen und den Anteil an Biomethan im Kraftstoff Erdgas zu erhöhen. Gleichzeitig sprachen sie sich für bessere politische Rahmenbedingungen wie die verlängerte Energiesteuerermäßigung für Erdgas als Kraftstoff und eine öffentliche Förderung beim Bau von Erdgastankstellen aus.

Die Absichtserklärung wurde an Andreas Scheuer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, übergeben. Er sagte zu: "Die Bundesregierung wird die Absichtserklärung im Rahmen ihrer 'Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie' intensiv prüfen und hier gemeinsam mit den Akteuren über konkrete Umsetzungsmaßnahmen beraten."


Weitere Informationen

Wolf-Ingo Kunze
Stabsbereich Mobilität
Telefon 0 30 / 300 199-1750
E-Mail wolf-ingo.kunze@bdew.de

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Anlagen und Materialien

Absichtserklärung der dena (PDF)