28. Juli 2010

Landesweiter Kennzahlenvergleich in Niedersachsen

In Niedersachsen haben 90 Wasserversorgungsunternehmen an einem landesweiten Benchmarking mit insgesamt 23 Kennzahlen teilgenommen. Vorausgegangen war ein über mehrere Jahre andauernder Auswahlprozess von wenigen Kennzahlen, die die Situation der Wasserwirtschaft in Niedersachsen aufzeigen. In einem Lenkungsgremium mit Vertretern der Unternehmen, des BDEW, des Wasserverbandstages und des niedersächsischen Umweltministeriums, das Träger dieses Projektes war, sind die Kennzahlen auf Basis des Fünf-Säulen-Modells abgestimmt worden.

Die Auswertung der in einer Broschüre im Mai 2010 veröffentlichten Zahlen zeigt, dass insbesondere die Instandhaltungs- und Investitionsquoten sowie die Faktoren der Nachhaltigkeit als positiv zu bewerten sind. Dies bestätigt sich auch bei den Wasserverlusten. Von den 85 bei dieser Kennzahl ausgewerteten Daten weisen 71 Unternehmen geringe und 14 Unternehmen mittlere Wasserverluste auf.






Auch die Schadensraten liegen mit durchschnittlich 0,04 Schäden je Kilometer Leitungslänge deutlich unter den Mittelwerten, die sich bei Vergleichsprojekten in anderen Bundesländern ergaben. 57 Prozent der Teilnehmer am niedersächsischen Benchmarkprojekt liegen bei bis zu 0,05 Schäden pro km. Nach der DVGW-Schadensstatistik können Schadensraten unterhalb dieses Wertes als gering bezeichnet werden. Der gute Zustand der Netze in Niedersachsen zeigt sich damit nicht nur bei den Wasserverlusten, sondern wird auch durch die geringen Schadensraten bestätigt.

Auch im Bereich Kundenservice wurden durchweg gute Ergebnisse erzielt. So sind die Zeitspannen zwischen dem Eintritt eines Schadens und der Wiederaufnahme der Versorgung bei den beteiligten niedersächsischen Unternehmen sehr gering.

Die in der Broschüre veröffentlichten Kennzahlen zeigen: In Niedersachsen steht dem Kunden Trinkwasser in einer guten Qualität zu einem angemessenen Preis zur Verfügung.

Durch die individuellen Auswertungen haben die Teilnehmer zusätzlich ein Instrumentarium erhalten, ihre eigene Position detaillierter zu analysieren. Im August 2010 werden sich dazu Teilnehmer des Projektes in Workshops zusammenfinden, um ihre Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Der vom niedersächsischen Umweltministerium finanzierte Kennzahlenvergleich ist aber auch ein Anstoß für diejenigen Unternehmen, die nicht an diesem Vergleich teilgenommen haben, sich mit den gestellten Fragen zu beschäftigen.


Weitere Informationen

Vera Szymansky
Geschäftsbereich Wasser und Abwasser
Telefon 0 30 / 300 199-1212
E-Mail vera.szymansky@bdew.de

Dr. Torsten Birkholz
BDEW-Landesgruppe Norddeutschland
Telefon 0 40 / 284114-40
E-Mail Birkholz@bdew-norddeutschland.de
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