Mittwoch, 29. Juni 2011

09:15 - 09:45

Eröffnung

Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung
09:45 - 10:15

Dialog Direkt!

Ewald Woste, BDEW-Präsident
Brigitte Pavetic, WDR, Köln
10:15 - 10:40

Wasserwirtschaft 2011

Wulf Abke, Geschäftsführer, Hessenwasser GmbH & Co. KG, Groß-Gerau
10:40 - 10:55

Umbrüche in der Energiewirtschaft - Chancen und Risiken auf dem Weg in die Zukunft

Michael G. Feist, Vorsitzender des Vorstandes, enercity, Hannover
10:55 - 11:00

Vorstellung der Charity Projekte 2011

Dr. Ingo Hary, Präsident, ECONOSPHERE PROJECTS Switzerland, Adliswil/Schweiz
Beate Wedekind, Kuratoriumsmitglied, Stiftung Menschen für Menschen, München
11:00 - 11:50

Kaffeepause in der Ausstellung

11:50 - 12:00

Präsentation der Initiative Studentenpatenschaften

12:00 - 12:15

Rede des Bundeswirtschaftsministers

Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Berlin
12:15 - 12:35

FAZ-Gespräch: "Energiepolitik live"

Ewald Woste, BDEW-Präsident
Michael G. Feist, Vorsitzender des Vorstandes, enercity, Hannover
Jochen Homann, Präsident, Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn

Moderation:
Andreas Mihm, Korrespondent, Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (F.A.Z.), Frankfurt am Main
12:35 - 14:00

Mittagspause in der Ausstellung

14:00 - 15:30

Energiewende reloaded - Neubewertung der Energiepolitik

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat die energiepolitische Debatte in Deutschland schlagartig verändert. Nahezu alle gesellschaftlichen Gruppen und politischen Parteien haben in kürzester Zeit eine Neu-Bewertung der Kernenergie-Risiken vorgenommen und sich gegen jede Laufzeitverlängerung positioniert. Auch die Bundesregierung bewertet offensichtlich die Kernenergie aktuell als nicht mehr hinreichend gesellschaftlich akzeptierte Technologie und bereitet einen beschleunigten Ausstieg vor. Die sieben ältesten Blöcke wurden im Rahmen eines Moratoriums über einen Zeitraum von drei Monaten kurzfristig vom Netz genommen.
All dies erfordert eine neue Positionierung der Energiepolitik und der Energiewirtschaft.
Damit stehen nicht die Klima- und Effizienzziele des Energiekonzeptes der Bundesregierung zur grundlegenden Modernisierung der Energieversorgung in Deutschland bis zum Jahr 2050 als solches zur Disposition, wohl aber die als ein wesentliches Umsetzungsinstrument implementierte Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke.
Das erst kürzlich vorgelegte Energiekonzept der Bundesregierung muss angesichts dieser Entwicklungen überarbeitet werden. Neben der Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien werden die fossilen Energieträger Kohle und Erdgas noch auf längere Sicht die tragenden Säulen einer zuverlässigen und wirtschaftlichen Energieversorgung sein. Diese Rolle blieb im bisherigen Energiekonzept weitgehend unberücksichtigt. Bei einem beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie erlangen die genannten Energieträger für die zukünftige Energieversorgung eine neue Bedeutung.
Nötig ist daher ein Umbau der komplexen Versorgungsstrukturen in ganz Europa. So muss der Zubau von Wind- und Solaranlagen mit entsprechender Reserveleistung hinterlegt werden, um auch bei ungünstigen Wetterbedingungen ausreichend Strom zur Verfügung zu haben. Solche Reserven lassen sich durch die Flexibilisierung von Wärmekraftwerken und die Entwicklung von Speichertechnologien gewinnen. Mit dem Ausbau der Stromnetze könnten größere Strommengen transportiert werden und neue Handelsmärkte entstehen. Solange die Erneuerbaren das Gesamtsystem aber noch nicht selbstständig tragen können, werden zur Überbrückung andere Möglichkeiten wie die Erzeugung mit Gas- und Kohlekraftwerken oder ein Ausgleich des Bedarfs über Stromimporte herangezogen. Wie lässt sich der Umbau der Energieversorgung effizient gestalten?

Impulsvortrag:
Dr. Felix Christian Matthes, Forschungs-Koordinator Energie- und Klimapolitik, Öko-Institut e.V., Berlin


Podiumsdiskussion:
Dr. Leonhard Birnbaum, Mitglied des Vorstands, E.ON SE, Düsseldorf
Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Institut für Ressourcen- und Umweltökonomik, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
Prof. Dr. Jochen Kreusel, Leiter des Konzernprogramms Smart Grids, ABB Ltd., Zürich/Schweiz
Dr. Felix Christian Matthes, Forschungs-Koordinator Energie- und Klimapolitik, Öko-Institut e.V., Berlin
Harald Noske, Technischer Direktor und Mitglied des Vorstandes, enercity, Hannover
MinDir Dr. Urban Rid, Abteilungsleiter, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin

Moderation:
Anne Gesthuysen, TV-Moderatorin, Köln
15:30 - 16:15

Kaffeepause in der Ausstellung

16:15 - 17:45
Forum 1

Effiziente Speicherung: Die Schlüsselfrage des Systems

Mit zunehmender Fluktuation der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenkraftwerken verabschiedet sich die Energiebranche vom „Just-in-Time“-Prinzip und geht zur „Vorratshaltung“ über: Da der weit überwiegende Anteil der Einspeisung aus Erneuerbaren Energiequellen aus meteorologischen Gründen nicht regelbar ist, steigt die Notwendigkeit, die Erzeugung aus Windstrom und Photovoltaik zu speichern. Bisher sind Pumpspeicherkraftwerke die einzige wirtschaftliche Möglichkeit, Schwankungen im Stromangebot aufzufangen. Als weitere Varianten werden Druckluftspeicher und die Umwandlung von Windstrom über die Elektrolyse in Methan diskutiert, welches dann über das weitverzweigte Erdgasnetz monatelang gespeichert werden kann. Technisch möglich, aber noch kaum verbreitet, sind leistungsstarke Batterien, sei es als stationäre Speicher oder im System der Elektromobilität. Lässt sich damit ein effizientes Gesamtsystem entwickeln?

Impulsvortrag I: Ein Erfahrungsbericht: "Speichersysteme und flexible Nachfrage"
Dr. Jörg Hermsmeier, Leiter Abteilung Forschung und Entwicklung, EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg

Impulsvortrag II: Power to Gas: Stand und Perspektiven
Gregor Waldstein, Geschäftsführer, SolarFuel GmbH, Stuttgart


Diskussion:
Gunnar Groebler, Head of Hydro Germany, Vattenfall Europe Generation AG, Hohenwarte
Rolf Hempelmann, Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD, Berlin
Dr. Jörg Hermsmeier, Leiter Abteilung Forschung und Entwicklung, EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
Mareike Jentsch, Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Kassel
Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Berlin
Gregor Waldstein, Geschäftsführer, SolarFuel GmbH, Stuttgart

Moderation:
Werner Sonne, ARD-Morgenmagazin, Berlin
16:15 - 17:45
Forum 2

Not in my backyard: Wie lässt sich die Bevölkerung für die Energiewende gewinnen?

Das Demokratiebewusstsein der Deutschen befindet sich im Umbruch. Immer mehr Stimmen von Bürgern werden laut, die direkter an Entscheidungsprozessen beteiligt werden wollen. Bürgerinitiativen bündeln das neue Engagement und machen es öffentlich sichtbar. Auch die Energiewirtschaft diskutiert intensiv mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen über die Zukunft der Stromversorgung. Obwohl in der Bevölkerung weitgehend Einigkeit über die Notwendigkeit von Klimaschutz und der Verringerung des CO2-Ausstoßes besteht, ruft der Ausbau von Regenerativkraftwerken und Stromnetzen viele Bedenken und Widerstände hervor. Wie können Bürger und Branche den gemeinsamen Weg in ein neues Energiezeitalter finden?

Impulsvortrag:
Ralf Eggert, Geschäftsfeldleiter Energie, IFOK GmbH, Bensheim


Diskussion:
Thomas Barth, Vorsitzender des Vorstandes, E.ON Bayern AG, Regensburg
Patrick Döring, Mitglied des Deutschen Bundestages, FDP, Berlin
Ralf Eggert, Geschäftsfeldleiter Energie, IFOK GmbH, Bensheim
Martin Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung, TenneT TSO GmbH, Bayreuth
Prof. Dr. Hans J. Lietzmann, Bergische Universität Wuppertal
Klaus Rohmund, BI Keine 380-kV-Freileitung im Werra-Meißner-Kreis e.V., Meißner

Moderation:
Brigitte Pavetic, WDR, Köln
16:15 - 17:45
Forum 3

Beständigkeit trifft Fluktuation: Die Partnerschaft von Erdgas und Erneuerbaren Energien

Die ehrgeizigen politischen Klimaschutzziele - Reduzierung von CO2-Emissionen, Verbesserung der Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien – haben nur dann eine Chance zur Verwirklichung, wenn die Rahmenbedingungen technologieoffen und energieträgerneutral ausgestaltet sind. In diesem Kontext werden Erdgas und Bio-Erdgas als umweltschonende Energieträger auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Im Wärmemarkt sind Erdgassystemlösungen wie Erdgas-Brennwerttechniken Treiber für eine schnelle, wirksame und bezahlbare CO2-Absenkung und Effizienzsteigerung im Heizungsbestand. In der Stromerzeugung weisen Gas- und Dampfturbinenkraftwerke höchste Wirkungsgrade auf, sind in ihrer Betriebsweise flexibel und somit in der Lage, die schwankende Einspeisung regenerativ erzeugten Stroms auszugleichen. Darüber hinaus bietet Erdgas als einer der saubersten kommerziell verfügbaren Kraftstoffe bereits heute ausgereifte und leistungsstarke Optionen für eine nachhaltige CO2-Reduktion im Verkehrssektor. Erdgas ist somit im Wärmemarkt, in der Stromerzeugung und als Kraftstoff idealer Partner der erneuerbaren Energien. Wie schafft die Politik den notwendigen regulatorischen Rahmen für das Gelingen dieser Partnerschaft auf nationaler und europäischer Ebene?

Impulsvortrag I: Gas im Erzeugungsmix
Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident und Forschungsgruppenleiter, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wuppertal

Impulsvortrag II: Erdgas im Energiekonzept der Bundesregierung
MinDir. Detlef Dauke, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin


Diskussion:
MinDir. Detlef Dauke, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin
Henning R. Deters, Mitglied des Vorstandes, E.ON Ruhrgas AG, Essen
Klaus Peter Dietmayer, Kaufmännischer Geschäftsführer, erdgas schwaben gmbh, Augsburg
Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident und Forschungsgruppenleiter, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wuppertal
Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender, RheinEnergie AG, Köln
Erik von Scholz, Vorsitzender des Vorstandes, GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin

Moderation:
Dr. Hajo Schumacher, Journalist, Berlin
16:15 - 17:45
Forum 4

Revision von Abwasserabgabe und Wasserentnahmeentgelt? Das Konzept einer Wassernutzungsabgabe

Mit Fertigstellung des Gutachtens des Helmholtzs-Zentrums für Umweltforschung - UFZ in Leipzig zur „Weiterentwicklung von Abwasserabgabe und Wasserentnahmeentgelten zu einer umfassenden Wassernutzungsabgabe“ beginnt die Diskussion um eine Revision der bestehenden und weiterführenden ökonomischen Instrumente in der Wasserwirtschaft. Viele Wege scheinen möglich, aber gelingt der Schritt zu einer echten Modernisierung oder bleibt es bei den bestehenden Instrumenten? Aus Sicht des BDEW haben die bestehenden Instrumente zumindest teilweise ihre Lenkungsfunktion verloren. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Studie des Helmholtz-Zentrums. Aber die Vorschläge zu einer Weiterentwicklung sind auf den ersten Blick unbefriedigend. Es besteht die Gefahr, dass allein die Wasserwirtschaft mit den zunehmenden Kosten des Wasserschutzes und der Wasserbewirtschaftung belastet wird. Aus diesem Grund beschäftigt sich der BDEW intensiv mit den damit zusammen hängenden Fragen. Das Forum dient dem Meinungsaustausch zwischen den wesentlichen und unterschiedlichen Interessen. Das Spektrum der Forumsteilnehmer reicht daher von der Regierung über die Wissenschaft und den Umweltverbänden bis zu den Vertretern der Wasserwirtschaft.

Impulsvortrag I: Wasserabgaben auf dem Prüfstand
MinDirig Dr. Fritz Holzwarth, Leiter der Unterabteilung Wasserwirtschaft, BMU, Berlin

Impulsvortrag II: Wasserabgaben aus Sicht der Wasserwirtschaft
Prof. Dr. Harro Bode, Vorstandsvorsitzender, Ruhrverband, Essen


Diskussion:
Michael Bender, GRÜNE LIGA e.V., Berlin
Prof. Dr. Harro Bode, Vorstandsvorsitzender, Ruhrverband, Essen
Prof. Dr. Erik Gawel, Direktor des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement, Universität Leipzig
MinDirig. Dr. Fritz Holzwarth, Leiter der Unterabteilung Wasserwirtschaft, BMU, Bonn
Wolfgang Müller, Geschäftsführer, Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis

Moderation:
Alexander Ross, Freier Journalist, Berlin
17:45 - 18:10

Rede des Generalsekretärs

Dr. Christoph Frei, Secretary General, World Energy Council, London/Großbritannien
ab 19:00

Bustransfer zum Kommunikationsabend im Römischen Hof

Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Abend im Herzen Berlins - genießen Sie internationale Köstlichkeiten, kleine Überraschungen und interessante Gespräche! Beginn ist 19:30 Uhr.

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