06. September 2010

Studie: Stromverbrauch im Haushalt gestiegen

Die letzte bundesweite Haushaltskundenbefragung der Energiewirtschaft liegt bereits mehr als zehn Jahre zurück, daher haben der BDEW und die HEA 2009 das Marktforschungsinstitut forsa beauftragt, eine repräsentative Befragung bei Haushaltskunden durchzuführen. Ausgewählte Ergebnisse veröffentlicht der BDEW in Kürze im Rahmen der Energie-Info "Energieverbrauch im Haushalt".

Im Auftrag von des BDEW und der HEA hat das Marktforschungsinstitut forsa rund 3.000 Haushalte aus dem forsa-Panel zu ihrer Energieverwendung befragt. Möglichst vollständig erfasst und quantifiziert wurden Heizung und Warmwasserbereitung, Strom verbrauchende Geräte und Systeme sowie die Nutzung wichtiger Geräte und das Gerätealter. Zudem wurde nach dem tatsächlichen Stromverbrauch aus der Stromrechnung gefragt.

Zu den Ergebnissen zählt, dass insbesondere die wachsende Zahl Alleinlebender den Strombedarf der deutschen Haushalte erhöht: Ein 1-Personen-Haushalt benötigt durchschnittlich 2.050 KWh pro Jahr. Ziehen zwei Personen zusammen, verringert sich der Verbrauch pro Person um 660 kWh (BDEW-Pressemeldung vom 25.2.2010).

Auffallend ist zudem ein deutlicher regionaler Unterschied im Stromverbrauch der Haushalte, der im Osten Deutschlands um etwa 20 Prozent unter den westlichen Bundesländern liegt. Wesentliche Gründe dafür sind die durchschnittlich geringeren Wohnflächen pro Haushalt in den östlichen Bundesländern und eine geringere Ausstattung mit elektrischen Geräten. Generell ist der Ausstattungsgrad bei Geräten der Informations- und Kommunikationselektronik hoch: Drei Viertel der befragten Haushalte haben einen Internetanschluss. Ebenfalls drei Viertel nutzen eine PC-/Computeranlage sowie die Hälfte einen Laptop. Mehrere Geräte sind durchaus Standard. Surround-Anlagen bzw. Spielekonsolen stehen je in gut einem Viertel der Haushalte. Dazu kommen Geräte, die für den Betrieb nötig sind: z.B. nutzen fast 70 Prozent der Haushalte einen Router und knapp die Hälfte einen Satelliten-Empfänger.

Energieeffizienz ist bei den befragten Haushalten für die Kaufentscheidung von Elektrogeräten wichtig. Das wichtigste Kriterium allerdings ist die Zuverlässigkeit sowie eine lange Lebensdauer, gefolgt von guten Gebrauchseigenschaften und Bedienungsfreundlichkeit. Fast gleichauf kommt an dritter Stelle ein niedriger Energieverbrauch.

Weitere Analysen sind in Arbeit.


Weitere Informationen

Claudia Oberascher
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1372
E-Mail
claudia.oberascher@bdew.de

Constanze Pottel
Geschäftsbereich Strategie und Politik
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