29. September 2011

Verbraucher interessieren sich zunehmend für "Smart Homes"

Smart-Home-Lösungen sind zukünftig fester Bestandteil eines intelligenten Gebäudes und tragen langfristig zu mehr Energieeffizienz bei. Die Elektroindustrie geht langfristig von enormen Wachstumsraten in diesem Bereich aus. Aber wie denkt der Kunde über Gebäudeautomation? Zwei neue Studien kommen zu dem Ergebnis, dass eine Vielzahl von Kunden dem Thema positiv gegenübersteht, es aber noch Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit gibt.

Zwei neue Verbraucherstudien zum Thema "Smart Home" wurden anlässlich der Internationalen Funkausstellung (IFA 2011) im September in Berlin vorgestellt. Ergebnisse aus der qualitativen Marktforschungsstudie „Home Automation“ der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH und Socrates Research & Consulting zeigen, dass die Vision vom vernetzten Haushalt den zukunftsorientierten Erwartungen der Verbraucher entspricht. Am stärksten überzeugt Anwender die Zeitersparnis im Haushalt, die durch die Integration und Steuerung von Hausgeräten in intelligenten Netzen erzielt werden kann.

Auch die Kostenreduzierungen, die durch die gezielten Steuerungsfunktionen möglich werden, schätzen die Befragten. Ein entscheidendes Argument ist aber die mit „Home Automation“ entstehende Flexibilität und Unabhängigkeit. So entstehen Möglichkeiten, die Hausgeräte ferngesteuert, ohne vor Ort zu sein, zu betreiben und zu überwachen. Interaktive Gebrauchsanweisungen erklären jedes Detail, und im Fall einer Störung können ferngesteuerte Diagnosen und eventuell auch Fehlerbehebungen erfolgen. Hier sehen die Verbraucher die nachhaltigste Wirkung auf ihren Alltag.

Eine klare Absage erteilten die befragten Verbraucher Konzepten, die persönliche Nutzungsdaten aufzeichnen, speichern und beispielsweise für Marktforschung oder personalisierte Angebote des Handels zur Verfügung stellen. Informationen sind also dann für den Anwender wertvoll, wenn er diese unmittelbar nutzen und zur Optimierung der eigenen Verbrauchswerte und Kosten einsetzen kann.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch die Verbraucherstudie der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH. Diese hat das Potenzial von Smart-Home-Lösungen für das vernetzte Haus der Zukunft identifiziert. Demnach möchte bereits jeder fünfte Bundesbürger sein Wohnumfeld mit intelligenter Technik ausstatten – und das möglichst bald. Laut Studie ist diese Entwicklung auch der zunehmend beliebteren Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs zu verdanken. Hier hat aufgrund der  vielfältigen Nutzung innovativer Mobilfunktechnik ein Umdenken stattgefunden. Bedenken haben viele Verbraucher – wie auch die BSH-Studie belegt - aber noch im Hinblick auf Datensicherheit und den eigenen Kontrollverlust durch Hausautomation. Die Verbraucherstudie kommt zu dem Schluss, dass überzeugende Sicherheitsstandards der Schlüssel zu noch mehr Marktakzeptanz sind.


Weitere Informationen

Michael Conradi
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1374
E-Mail michael.conradi@bdew.de

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.