07. Dezember 2010

Wärmesysteme nach EnEV und EEWärmeG: Wegweiser für Planer, Handwerker und Bauherren

Sowohl die Energieeinsparverordnung (EnEV) als auch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) definieren energetische Anforderungen an Neubauten. Es ergeben sich zahlreiche komplexe Wechselwirkungen bei der Nachweisführung und der jeweiligen Pflichterfüllung. Eine vom BDEW und weiteren Verbänden beauftragte Studie stellt eine wertvolle Orientierungshilfe für die am Bau Beteiligten dar.

Die Studie mit dem Titel "Wegweiser zum Einsatz von Systemen zur Heizung und Trinkwassererwärmung im Wohngebäude mit den Anforderungen von Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)" beschreibt ausführlich, wie Systeme, die den gesetzlichen Vorgaben genügen, beschaffen sein können. Erstellt wurde sie vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (ITG) im gemeinsamen Auftrag des BDEW, der HEA-Fachgemeinschaft, des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) sowie des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Aufgrund der komplexen Wechselwirkungen zwischen EnEV und EEWärmeG sind für die am Bau Beteiligten die Zusammenhänge sowie ein wirtschaftlich und technisch sinnvoller Weg zur Erfüllung beider Vorschriften nur schwer erkennbar. Eine getrennte Nachweisführung ist vielfach nicht möglich. Der vorliegende Praxisleitfaden beschreibt zum einen die allgemeinen Zusammenhänge der gesetzlichen Vorschriften und stellt zum anderen praxisgerechte Beispiele vor.

Insgesamt besteht die Studie aus drei Teilen. Im ersten Teil werden die gesetzlichen Anforderungen von EnEV und EEWärmeG sowie Berechnungsweisen zu deren Erfüllung beschrieben. Aus der EnEV erläutert sie das ‚Referenzgebäude­verfahren‘ und die Vorgaben für den Primärenergiebedarf, den spezifischen Transmissionswärmeverlust, den sommerlichen Wärmeschutz und sonstige Nebenanforderungen. Das EEWärmeG schreibt die Nutzung von erneuerbaren Energien in Neubauten vor. Die Studie erklärt die Berechnung der Deckungsanteile, zulässige Kom­binationen, mögliche Ersatzmaßnahmen, die Einhaltung der technischen Mindest­anforderungen und die Nachweisführung. Darüber hinaus wird das Zusammen­spiel beider Regelungswerke herausgearbeitet.

Im zweiten Teil zeigt die Studie, wie nach EnEV 2009 und EEWärmeG Anlagenvarianten mit effizienten elektri­schen Systemen auch in Zukunft für die Heizung und die Trinkwasser­erwärmung einsetzbar sind. Dieser Teil enthält Beispiel­berechnungen für typische Anlagenkombinationen in den jeweiligen Gebäude­typen und eine Gegenüberstellung der Modellvarianten.

Für verschiedene effiziente Erdgassysteme wie

  • Nahwärmelösungen im Mehrfamilienhaus mit regenerativem Bio-Erdgas-Anteil,
  • Mikro-KWK-Anlagen im Einfamilienhaus oder preiswerte
  • Erdgas-Brennwert-Lösungen mit Solarthermie


werden im dritten Teil Beispielrechnungen so aufgezeigt, dass die Anforderungswerte der EnEV 2009 und des EEWärmeG immer gerade eingehalten werden. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz. Die entsprechend einzuhaltenden U-Werte sind jeweils mit aufgeführt.

Die Studie richtet sich an alle am Bau Beteiligten, hauptsächlich an Planer, Architekten, Energieberater, Fachhandwerker und interessierte Bauherren bzw. Entscheider sowie grundsätzlich an alle Personen die Berechnungen nach der EnEV vornehmen. Sie kann kostenlos heruntergeladen und in unveränderter Form weitergegeben werden.

Alle drei Teile der Studie stehen unter "Anlagen und Materialien" zum Herunterladen bereit.


Weitere Informationen

Alexander Sperr
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1376
E-Mail alexander.sperr@bdew.de

Ingram Täschner
Geschäftsbereich Vertrieb, Handel und gasspezifische Fragen
Telefon 0 30 / 300 199-1261
E-Mail ingram.taeschner@bdew.de