28. Juli 2010

Wichtiger Impuls für Elektromobilität: BDEW überreicht ELAN-Studien an Bundeswirtschaftsminister Brüderle

Rainer Brüderle (M.) erhält die ELAN-Studien von Hildegard Müller und Roger Kohlmann, Quelle: BDEW/Horn

Hildegard Müller und Roger Kohlmann, Vorsitzende bzw. Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDEW, überreichten Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle im Rahmen des BDEW-Kongresses am 1. Juli 2010 in Berlin die drei Studien zur Elektromobilität, die die Industrie-Initiative ELektrofahrzeuge intelligent Am Netz (ELAN 2020) bei drei renommierten Forschungsinstituten in Auftrag gegeben hatte. Eine der Kernaussagen: Ohne staatliche Unterstützung ist das Ziel der Bundesregierung, wonach in Deutschland bis 2020 eine Million Elektroautos fahren sollen, nicht zu erreichen.

Knapp zwei Jahre nach ihrer Arbeitsaufnahme im Jahr 2008 hat die Industrie-Initiative ELektrofahrzeuge intelligent Am Netz (ELAN 2020), in der sieben Branchen unter Koordination des BDEW vertreten sind, die von ihr begleiteten und finanzierten drei Studien zur Elektromobilität erfolgreich abgeschlossen. Die Mitglieder der Initiative haben sich dafür ausgesprochen, die Studien der Nationalen Plattform Elektromobilität der Bundesregierung zur Verfügung zu stellen. Die Übergabe der Untersuchungen erfolgte im Rahmen des BDEW-Kongresse am 1. Juli 2010 an Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle durch Hildegard Müller und Roger Kohlmann, Vorsitzende bzw. Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDEW.

In der Initiative sind alle relevanten Industrien, die für das Elektrofahrzeug von Bedeutung sind, vertreten: insbesondere Automobilindustrie, Batteriehersteller und Energieversorger. Das Konsortium hatte drei Studien bei namhaften Instituten in Auftrag gegeben:

  • Potenziale der Elektromobilität bis 2050 (Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln),
  • Kommunikation und Steuerung (Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik)
  • Marktforschungsstudie zur Verbraucherakzeptanz von Elektrofahrzeugen (imug).


Ziel des Projektes war es, die ökonomischen und ökologischen Voraussetzungen zu klären, wie dem Elektroauto der Weg zum Massenmarkt geebnet werden kann.

Die ELAN-Studien zeigen, dass mit der Elektromobilität der Einstieg in das intelligente Netz der Zukunft - dem Smart Grid - beginnt: Eine Million oder mehr Elektrofahrzeuge stellen eine nennenswerte Stromspeichermöglichkeit dar, die dazu dienen kann, die immer größer werdenden Mengen erneuerbarer Energien zu integrieren. Alle Elektrofahrzeuge sollen mit Strom aus erneuerbaren Energien angetrieben werden. Die von der Regierung erwartete Zahl von einer Million Fahrzeuge im Jahr 2020 wird danach einen Bedarf von zwei Terawattstunden (TWh) haben - bei 193 TWh Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Die Studien sind allerdings auch zu dem Ergebnis gekommen, dass ohne eine staatliche Unterstützung das Ziel von einer Million Fahrzeuge bis 2020 nicht zu erreichen sein wird. Forschung und Entwicklung, der Kauf von Elektroautos und der Ausbau der Infrastruktur sollten in geeigneter Weise gefördert bzw. unterstützt werden. Zur Unterstützung der Elektromobilität sind auch die Modellregionen weiter zu stärken.

Die Partner der Initiative ELAN 2020 sind:

Adam Opel GmbH
BASF - The Chemical Company
Daimler AG
E.ON Energie AG
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
EWE AG
Evonik Litarion GmbH
Johnson Controls SAFT GmbH
Li-Tec GmbH & Co. KG
MVV Energie AG
RENAULT s.a.s.
RWE Effizienz GmbH
Siemens AG
TOTAL Deutschland GmbH
TOYOTA MOTOR EUROPE
Vattenfall Europe AG
Volkswagen AG
BDEW e.V. (Koordination)

Die drei Studien wurden von den 17 Unternehmen der ELAN-Initiative unter Koordination des BDEW beauftragt, finanziert und begleitet. Der BDEW hat keinen eigenen finanziellen Beitrag zu den Studien geleistet. Gemäß Projektvertrag stehen die Ergebnisse der Studien nur den ELAN-Partnern exklusiv zur Verfügung. Eine Weitergabe der Studien an seine Mitgliedsunternehmen ist dem BDEW derzeit nicht möglich.


Weitere Informationen

Wolf-Ingo Kunze
Leiter Mobilität
Telefon 0 30 / 300 199-1750
E-Mail wolf-ingo.kunze@bdew.de

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