Donnerstag, 28. Juni 2012

09:00 - 10:15
Panel 1

Schlüsselfaktor Netz

Ein modernisiertes und ausgebautes Netz ist der Schlüsselfaktor einer sicheren Versorgung mit Strom und Gas. Für eine sichere Energieversorgung in Deutschland ist daher eine Gesamtbetrachtung des Energiesystems unabdingbar. Mit der stetig wachsenden Einspeisung der erneuerbaren Energien in das Energienetz werden die Stromübertragung und der Anschluss vieler neuer Erzeugungsanlagen immer wichtiger. Übertragungsnetzbetreiber müssen immer öfter in die Netzsituation, die Fahrweise von Kraftwerken und den Betrieb von Windenergieanlagen eingreifen. Deutschland nimmt Reservekraftwerke in Österreich in Anspruch und gleichzeitig werden im Norden Windenergieanlagen heruntergefahren. Die regionalen Verteilnetze haben inzwischen die Bedeutung eines zweiten Übertragungsnetzes. Wie müssen Übertragungs- und Verteilnetze aussehen, das den Anforderungen der Energiewende entspricht? Was kann ein Smart Grid leisten? Werden die Anwohner vor Ort den Bau neuer Leitungen akzeptieren? Welchen Nutzen können Hochspannungsgleichstromübertragungsleitungen (HGÜ) leisten? Wann sind Erdkabel die bessere Alternative?

Michael Forstner, Vorsitzender des Vorstandes, Überlandzentrale Wörth/I.-Altheim Netz AG, Altheim
Martin Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung, TenneT TSO GmbH, Bayreuth
Bärbel Höhn, MdB, Stellv. Fraktionsvorsitzende, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin
Nikolaus Graf Kerssenbrock, Partner, CTG Corporate Transformation Group, eine Marke von KPMG, Berlin
Uwe Schramm, Vorstand, EWE ENERGIE AG, Oldenburg

Moderation:
Christian Spanik, Moderator und TV-Journalist, Netproducer GmbH, Unterföhring
09:00 - 10:15
paralleles Panel 2

Energie-Effizienz im Markt

Es gibt sehr unterschiedliche Wege CO2 zu vermeiden. Aus ökonomischer Sicht sollten die kostengünstigsten Techniken genutzt werden. In der Diskussion um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird oft wenig beachtet, dass in Deutschland 35 Prozent der Endenergie für Heizung und Warmwasserbereitung benötigt werden. Bisher sind aber nur wenige Prozent des Gebäudebestands energetisch saniert. Über den Energie- und Klimafonds soll die Gebäudesanierung gefördert werden. Wie sollte eine Förderung gestaltet sein, um Impulse zu setzen? Was könnte eine steuerliche Lösung leisten? In der europäischen Diskussion ist eine verpflichtende Reduktion des Energieverbrauches. Deutschland setzt sich dagegen für eine Regelung ein, die Effizienzsteigerungen anerkennt, aber unternehmerische Freiräume belässt. Welches System bietet einen effizienten Lösungsweg? Wie lässt sich Energieeinsparung unternehmerisch gestalten?

Axel Gedaschko, Präsident, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., Berlin
Gerhard Kleih, Geschäftsführer, EnBW Vertrieb GmbH, Stuttgart
Michael Lowak, Vorstandsvorsitzender, Kofl er Energies Power AG, Bochum
Dr. Felix Christian Matthes, Forschungs-Koordinator Energie- und Klimapolitik, Öko-Institut e.V., Berlin
Dr. Marie-Luise Wolff, Mitglied des Vorstandes, Mainova AG, Frankfurt am Main

Moderation:
Joffrey Streit, Rundfunk- und Fernsehmoderator, Kulmbach
09:00 - 10:15
paralleles Panel 3

Industrielle und private Investments für die Energiewende: Rahmenbedingungen, Anreize und Modelle

Der Umbau der Energieversorgung in Deutschland und Europa erfordert erhebliche Investitionen. Europaweit wird der Investitionsbedarf bis 2020 mit einer Billion Euro beziffert, davon 500 Milliarden Euro für Energieinfrastrukturmaßnahmen. Die Finanzierung der Projekte im Rahmen der Energiewende übersteigt oft die Möglichkeiten einzelner Unternehmen. Die Bildung von Unternehmenskooperationen und die Hinzunahme von Finanzinvestoren können helfen, Projekte wie z. B. im Offshore-Bereich zu stemmen. Über Genossenschaftsgründungen oder auch Beteiligungen an so genannten Bürger-Fonds lässt sich möglicherweise die Akzeptanz für Energieprojekte vor Ort steigern. Welche Anlageformen motivieren Finanzinvestoren zu einem Engagement im Energiemarkt? Welche Auswirkungen hat der Ausbau der erneuerbaren Energien auf Investitionen in konventionelle Kraftwerke? Was erwarten Kapitalanleger von Investitionsprojekten? Was erwarten Bürger, die sich an einer Infrastrukturmaßnahme in ihrer Region finanziell beteiligen?

Caspar Baumgart, Vorstand, WEMAG AG, Schwerin
Dr. Hans Bünting, CEO, RWE Innogy GmbH, Essen
Dr. Christoph Maurer, Geschäftsführer, CONSENTEC GmbH, Aachen
Georg Friedrich Sommer, Managing Director, Commerzbank AG, Frankfurt am Main
Olaf Weber, Direktor, KfW, Frankfurt am Main
Hans-Joachim Wegner, Geschäftsführer, DKC Deka Kommunal Consult GmbH, Düsseldorf

Moderation:
Wolfram Markus, Chefredakteur, der gemeinderat, Schwäbisch Hall
09:00 - 10:15
paralleles Panel 4

Leitsystem Erneuerbare: Welche Zukunft hat das EEG?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat den massiven Aufbau von regenerativen Erzeugungsanlagen ermöglicht. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Anteil regenerativer Stromerzeugung auf 20 Prozent. In der nächsten Dekade kommt es darauf an, die Erneuerbaren Schritt für Schritt markt- und systemfähig zu machen. Dazu muss das EEG als lernendes System verstanden werden und weiterentwickelt werden. 2012 werden die Kunden für den Ausbau der Erneuerbaren 14,1 Milliarden Euro aufbringen. Wie können die Verbraucher entlastet und die regenerative Stormerzeugung in den Markt integriert werden? Die optionale Marktprämie ist ein erster Schritt zu einer nachfragegerechteren Erzeugung. Wie können die erneuerbaren Energien stärker an der Systemverantwortung beteiligt werden? Wie können Forschung und Entwicklung im Solarmarkt gefördert werden, so dass die Branche im internationalen Wettbewerb bestehen kann? Wie kann eine langfristige europäische Lösung aussehen, die Standortvorteile effizient nutzt?

Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstandes, EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
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PD Dr. Dietmar Lindenberger, Direktor für Anwendungsforschung und Mitglied der Geschäftsleitung, Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (EWI), Köln
MinDir Dr. Urban Rid, Abteilungsleiter, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin
Dietmar Schütz, Präsident, Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Berlin
David Wortmann, Senior Advisor, First Solar GmbH, Mainz

Moderation:
Henning Krumrey, Stellv. Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros, Wirtschaftswoche, Berlin
09:00 - 10:15
paralleles Panel 5

Neue Geschäftsfelder: Dienstleistungen, Innovationen, Fördermodelle

Welchen Beitrag können Unternehmen zum Gelingen der Energiewende, insbesondere zur Integration der erneuerbaren Energien und zur Verwirklichung einer "smarten" Energiewelt leisten? Neue und innovative Geschäftsfelder entwickeln sich im Bereich Energiedienstleistungen, Smart Home oder dezentrale Erzeugung. Daraus ergeben sich Verflechtungen mit anderen Branchen beispielsweise mit der Informations- und Kommunikationstechnologie. Für Versorger stellt sich zudem verstärkt die Frage nach Unternehmenskooperationen, dem Einstieg in die Stromerzeugung und den Netzbetrieb. Welche Strategien sind zukunftsweisend? Wie sehen konkrete Geschäftsmodelle aus, die den aktuellen Anforderungen Rechnung tragen? Wie kann die Nachfrageseite bei Energiedienstleistungen gestärkt werden?

Dr. Britta Buchholz, Leiterin Smart Grids Central Europe, ABB AG, Mannheim
Dr. Helmut Edelmann, Director Utilities, Ernst & Young GmbH Wirtschafts- prüfungsgesellschaft, Düsseldorf
Matthias Moeller, Geschäftsführer, arvato systems | Technologies GmbH, Gütersloh
Dietmar Spohn, Geschäftsführer, Stadtwerke Bochum GmbH, Bochum
Lars Weber, Geschäftsführer, E.ON Metering GmbH, Unterschleißheim

Moderation:
Dr. Hajo Schumacher, Journalist, Berlin
10:15 - 11:00

Kaffeepause in der Ausstellung

11:00 - 11:30

Rede des Bundeswirtschaftsministers

Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Berlin
11:30 - 12:00

Dialog direkt! Cap and trade: Rettet der europäische Emissionshandel uns vor dem Klimakollaps?

Der Handel mit Emissionszertifikaten soll für eine zuverlässige Reduktion von CO2 in den beteiligten Staaten und Wirtschaftssektoren sorgen. Zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt generiert er dann, wenn die Zertifikate zu Preisen gehandelt werden, die über dem Ausgabepreis liegen. Vor dem Hintergrund des Preisverfalls in den letzten anderthalb Jahren ist in Europa eine Debatte um die Zukunft dieses Instrumentes entbrannt. EU-Kommission, Umweltverbände und Wirtschaft diskutieren intensiv, inwieweit das Handelssystem angepasst werden muss. Soll der Zertifikatehandel primär ein Mengen- oder ein Preissteuerungsinstrument sein? Wie verträgt er sich mit weiteren politischen Maßnahmen zur CO2-Reduktion wie dem staatlich geförderten Ausbau erneuerbarer Energien? Ist das burden sharing zwischen den Sektoren gerecht verteilt?

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Stellvertretender Direktor, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. (PIK), Potsdam

Moderation:
Henning Krumrey, Stellv. Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros, Wirtschaftswoche, Berlin
12:00 - 12:15

Vorstellung des Charity Projekts: UNICEF-Kampagne "Wasser wirkt"

12:15 - 13:15

Mittagessen in der Ausstellung

13:15 - 14:20

Bürgerdialog - Akzeptanz von Innovationen und Investitionen

Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Berlin


mit anschließender Podiumsdiskussion

Die Energieversorgung der Zukunft ist ein vielbeachtetes Thema in der deutschen Gesellschaft. Obwohl in der Bevölkerung weitgehend Einigkeit über die Notwendigkeit des Klimaschutzes und der Verringerung des CO2-Ausstoßes besteht, ruft der Ausbau von Regenerativkraftwerken und Stromnetzen viele Bedenken und Widerstände hervor. Neue Technologien wie Carbon-Capture and Storage (CCS) werden häufig abgelehnt. Bürgerinitiativen bündeln das Engagement professionell und machen es sichtbar. Energieversorger diskutieren an runden Tischen mit betroffenen Anwohnern über Projekte. Mit dem Bürgerdialog ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen neuen Weg der Kommunikation gegangen. Auf den acht Bürgerkonferenzen und 22 lokalen Bürgerwerkstätten sowie in den fast 10.000 Beiträgen im Internet wurde deutlich, wie hoch das Interesse der Bürger an der Energiewende ist. Können die Menschen so besser „mitgenommen“ werden? Was können die Unternehmen vom Bürgerdialog lernen? Welche dort erarbeiteten Ideen sind realitätstauglich? Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da? Ein Blick nach London auf die Vorbereitung der Olympischen Spiele kann zeigen, wie andere Branchen es schaffen, die Bürger von umfangreichen Modernisierungen der Infrastruktur von Beginn an zu überzeugen. Sind die Erfahrungen auf die Energiewende übertragbar?

Guido Franke, Teilnehmer des Bürgerdialogs, Lamspringe
Klaus Grewe, Senior Project Manager, Olympic Delivery Authority London (ODA), London/Großbritannien
Dr. Werner Hitschler, Vorstand, Pfalzwerke Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Berlin

Moderation:
Anne Gesthuysen, TV-Moderatorin, Köln
14:20 - 14:30

Schlusswort

Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung
14:30

Kongressende



15:00

3. Ordentliche BDEW-Mitgliederversammlung

Im Anschluss an den Kongress findet die 3. Ordentliche BDEW-Mitgliederversammlung statt. (Die Teilnahme an der Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Kongress-Teilnahme und erfolgt kostenfrei auf besondere Einladung.)

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.