05. September 2017

Praxisbeispiel

Energieträger und Rohstoff zugleich – Gas in der Chemischen Industrie

Bei BASF spielt Gas eine Doppelrolle: In der Ammoniakherstellung ist es als Energielieferant und Rohstoff gleichermaßen unverzichtbar.

Seit 1913 wird bei BASF Ammoniak industriell hergestellt - damals eine Pionierleistung, wurde doch das neuartige Verfahren der Chemiker Fritz Haber und Carl Bosch erstmalig aus dem Labor geholt und auf eine Großanlage übertragen. Heute entstehen im Werk in Ludwigshafen am Rhein jeden Tag etwa 2.500 Tonnen Ammoniak - ohne Erdgas unvorstellbar.

Dabei ist Erdgas doppelt wichtig: Einerseits dient es als Ausgangsstoff. In einem komplexen Verfahren wird aus dem Gas zunächst Wasserstoff gewonnen, der dann im weiteren Prozessverlauf mit Stickstoff aus der Luft zu Ammoniak reagiert. Andererseits erfordert der gesamte Prozess der Ammoniaksynthese sehr hohe Temperaturen, und diese erzeugt man bei BASF mit Hilfe des Energieträgers Erdgas. Nach den ebenfalls gasbetriebenen Kraftwerken des großen Verbundstandortes ist die Ammoniakproduktion der zweitgrößte Gasverbraucher.

Etwa drei Viertel des weltweit erzeugten Ammoniaks gehen in die Düngemittelproduktion. So trägt das eingesetzte Gas mittelbar zu Wachstum und Gedeihen von Nutzpflanzen bei. Aus deren Abfällen wird in Zukunft in zunehmendem Maße Biogas erzeugt werden, so dass ein stofflicher Kreislauf entsteht: vom Gas zum Dünger – und vom Pflanzenabfall wieder zum Gas.


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Anlagen und Materialien

BASF Ammoniak-Fabrik (jpg)

Quelle: BASF

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Gute Gründe für Gas in Industrie und Gewerbe