Energieeffizienz (Europa)

Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein wesentliches Ziel der EU. Sie trägt entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit, zur Versorgungssicherheit sowie zur Erfüllung der Klimaschutzziele der EU bei.

Im Rahmen des sog. Energie- und Klimaschutzpakets hat sich die EU ein unverbindliches Ziel von 20 % zur Steigerung der Energieeffizienz gesetzt. Ein wesentliches Instrument zur Zielerreichung ist die Energieeffizienzrichtlinie, die am 4. Dezember 2012 in Kraft getreten ist. Neben der Festlegung von indikativen nationalen Einsparzielen für das Jahr 2020 müssen die Staaten u.a. sicherstellen, dass jährlich 1,5 % des durchschnittlichen jährlichen Endenergieabsatzes der Jahre 2010 bis 2012 eingespart werden. Die Mitgliedstaaten können entweder die Energieunternehmen verpflichten, die jährlichen Einsparungen bei den Endkunden zu erreichen (Einsparverpflichtungssysteme), oder sie können alternative Maßnahmen ergreifen, die in der Wirkung aber zur gleichen Einsparung führen müssen.

Neben der Energieeffizienzrichtlinie gibt es auf europäischer Ebene eine Vielfalt an weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ( u.a. die Gebäudeeffizienzrichtlinie, die Öko-Design-Richtlinie, die Energie-Labelling-Richtlinie etc.) .

Die Mitgliedsunternehmen des BDEW sind im Bereich Energiedienstleistungen sehr aktiv. Im marktwirtschaftlichen Umfeld entwickelte und angebotene Energiedienstleistungen sind dabei nach Ansicht des BDEW der kosteneffizienteste und kostengerechteste Weg zu mehr Energieeffizienz. Der BDEW tritt dafür ein, diesen Weg konsequent auszubauen und nicht über die Einführung eines Einsparverpflichtungssystems einen künstlichen Parallelmarkt zu schaffen, der den freien Dienstleistungsmarkt behindern und mittelfristig zum Erliegen bringen würde.

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