Energieinformationsnetz - Weitere Informationen

Für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb ist ein erhöhter Informationsaustausch zwischen den Akteuren der Energiewirtschaft notwendig. Netzbetreiber spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie benötigen sowohl Informationen von benachbarten oder unterlagerten Netzbetreibern, als auch von den an ihren jeweiligen Netzen angeschlossenen Anlagen. Der damit zusammenhängende Daten- und Informationsaustausch wird als Energieinformationsnetz bezeichnet und ist in § 12 Abs. 4 EnWG verankert.

In der Projektgruppe (PG) Energieinformationsnetz vernetzt der BDEW alle relevanten Akteure, die gemeinsam die erforderlichen Daten ermitteln und Vorschläge für eine Weiterentwicklung erarbeiten. Diese Vorschläge dienen als Grundlage für Festlegungen der Bundesnetzagentur (BNetzA). In einem Vorhabenplan haben sich die BNetzA und der BDEW auf die folgenden Arbeitspakete geeinigt:

  • Kraftwerkseinsatzplanungsdaten Stufe 1 (KWEP-1)
    Planungsdaten beschreiben, wie sich eine Anlage beispielsweise am nächsten Tag verhalten wird. Diese Informationen sind für genaue Prognosen wie bspw. des Lastflusses unabdingbar. Konventionelle Kraftwerke ab 10 MW, die in der Hoch- und Höchstspannungsebene angeschlossen sind, müssen im Rahmen der Festlegung BK6-13-200 der BNetzA bereits Planungsdaten an die Übertragungsnetzbetreiber liefern. Dieser Prozess wurde im Energieinformationsnetz des BDEW erarbeitet. Über eine Ausweitung des Prozesses auf alle anderen Erzeugungsanlagen (KWEP-2) wird derzeit diskutiert.
  • Stammdaten
    Hierbei handelt es sich um Daten, die sich nicht regelmäßig und nicht in kleinen Zeitintervallen ändern, z. B. Name, Anschrift, installierte Leistung. Sie bilden z.T. die Basis für den Austausch von weiteren Datentypen, wie Bewegungsdaten, Planungsdaten und Online-Daten. Um redundanten Datenaustausch zu vermeiden, sollen die für den Netzbetrieb notwendigen Daten über das Marktstammdatenregister der BNetzA bereitgestellt werden.
  • Online-Daten
    Unter Online-Daten wird grundsätzlich die Übertragung von Messwerten in Echtzeit verstanden. Ein Beispiel ist die eigespeiste IST-Leistung eines Kraftwerkes oder einer Windenergieanlage.
  • Zählwerte
    Zählwerte bilden das vergangene, tatsächliche Verhalten von Anlagen am Netz ab. Sie spielen für die Validierung und kontinuierliche Verbesserung von Prognose- und Hochrechnungsverfahren eine entscheidende Rolle.
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Ansprechpartner

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