12. November 2015, Berlin

Rückblick:

BDEW Gasdialog 2015

Im Rahmen des zweiten BDEW Gasdialogs am 12. November 2015 in Berlin trafen sich Politik, Gaswirtschaft und Industrie. 120 Teilnehmer diskutierten die Perspektiven von Erdgas in der europäischen Energieunion und der Energiewende sowie das neue BDEW-Branchenmodell zur Stärkung der Versorgungssicherheit. Zum besseren Verständnis stellte der BDEW auf www.bdew.de/Gasmarkt Chancen und Herausforderungen des Erdgasmarktes vor und gab damit Einblicke in die Rollen der Erdgashändler, -speicherbetreiber, Ferngasnetzbetreiber und den Erdgasvertrieb im sich wandelnden Gasmarkt.

Zum Auftakt des BDEW Gasdialogs 2015 sprach die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Hildegard Müller. Sie appellierte an die Politik, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Erdgas im Rahmen der Energiewende sowie dessen enormen CO2-Senkungspotenziale, die schnell und kosteneffizient ausgeschöpft werden können anzuerkennen. Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt (Direktor Energiebinnenmarkt, Europäische Kommission) betonte in seinem Beitrag die Rolle von Erdgas in allen fünf Dimensionen der Energieunion. Cristian Mielke (Bundesnetzagentur) stellte klar: "Erdgas ist Partner der Energiewende". Im Anschluss skizzierte Frau Erna-Maria Trixl (Stadtwerke München) die Leistungsbereiche von Erdgas, erläuterte wesentliche Herausforderungen für den Gasmarkt und den daraus resultierenden erforderlichen Anpassungsbedarf.

BDEW-Reservemodell
Der BDEW stellte während der Veranstaltung das BDEW-Reservemodell zur Stärkung der Versorgungssicherheit vor. Dazu finden Sie einen ausführlichen Beitrag in dieser Newsletterausgabe. Die Branche hatte in der Vergangenheit intensiv an dem Branchenvorschlag zu Stärkung der Versorgungssicherheit gearbeitet. Betont wurden dabei insbesondere folgende Vorteile:

  • Das Reservemodell ist markwirtschaftlich orientiert: Es vermeidet Wettbewerbsverzerrung und ermöglicht einen Anbieterwettbewerb.
  • Es ist kosteneffizient: Durch die Offenheit gegenüber mehreren Anbietern und Instrumenten kann die günstigste Lösung ausgewählt werden.
  • Und ganz besonders zeichnet sich das Reservemodell durch eine hohe Flexibilität aus: Die Absicherung kann zielgenau und entsprechend des regionalen Bedarfs ausgestaltet und regelmäßig angepasst werden.


Auch die Anforderungen an eine zukünftige Netzentgeltsystematik Gas, die sich aus Veränderungen im Markt und dem gesetzlichen Rahmen ergeben, sowie mögliche Stellhebel wurden erörtert.

Nachwuchsinitiative der Gaswirtschaft.
Der Fachkräftenachwuchs bewertete Erdgas aus Sicht der nächsten Generation. Deutlich wurde dabei: "Erdgas hat viele positive Eigenschaften. Sauberkeit, eine gute Kombination mit Erneuerbaren Energien und innovative Technologien zählen dazu. Die Branche sollte ihre Stärken - auch in der politischen Kommunikation - weiter klar herausstellen."

Das Projekt Gasmarktdesign hat gezeigt, wie wichtig die Auseinandersetzung innerhalb der Gasbranche ist. Der BDEW wird auch 2016 wieder eine Plattform zu allen gasrelevanten Themen bieten die Arbeiten in der Branche sowie den Dialog mit der Politik fortsetzen.


Weitere Informationen

Livia Beier
Geschäftsbereich Vertrieb, Handel und gasspezifische Fragen
Telefon 0 30 / 300 199-1252
E-Mail livia.beier@bdew.de

Moderatorin Dr. Melinda Crane
Eröffnungsrede Hildegard Müller, BDEW
Tagungsteilnehmer
Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt, EU Kommission
Christian Mielke, Bundesnetzagentur
Erna-Maria Trixl, Stadtwerke München
Diskussion mit Erna-Maria Trixl, Stw. München; Jens Schumann, Gasunie; Moderatorin Dr. Melinda Crane; Prof. Dr. Borchardt, EU-Kommission; Christian Mielke, BNetzA (v.l.n.r.)
Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt und Christian Mielke in der Diskussion
Erna-Maria Trixl und Jens Schumann in der Diskussion
Tor Martin Anfinnsen, Statoil
Tor Martin Anfinnsen, Statoil, und Dr. Anke Tuschek, BDEW
Pause im Foyer
Diskussion der Nachwuchsinitiative mit Bodo Rodestock, VNG; Florian Neubert; Maximilian Braunschweig; Moderatorin Dr. Melinda Crane; Markus Kien; Dr. Kürgen Schmidberger , GASAG (v.l.n.r.)
Jörg Albers, RWE Gasspeicher
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