01. März 2013

Initiative "Elektro+": Neue Version des elektronischen Raumplaners jetzt online

Das bewährte Internet-Tool "Elektronischer Raumplaner" der Initiative ELEKTRO+ in aktueller Version unterstützt nun wieder Bauherren und Sanierer bei der zukunftsgerechten Planung der Elektroausstattung in Wohnungen. Auch Handwerk und EVU profitieren davon.

Für viele Bauherren und Modernisierer ist es bei der Planung ihres Neubaus oder der Modernisierungsarbeiten schwierig, die zukünftige Wohnsituation in ein Anforderungsprofil für die Elektroinstallation zu übertragen. Sehr oft werden für den Ausstattungsumfang der elektrischen Anlage veraltete Leistungsverzeichnisse verwendet, die nicht einmal die in der Norm DIN 18015 festgelegten Mindeststandards einhalten. Deshalben klagen frisch gebackene Hausbesitzer nicht selten schon kurz nach dem Einzug in das mit viel Mühe und Geld neu errichtete oder modernisierte Heim über zu wenig Steckdosen, Schalter und Anschlüsse für die Kommunikationstechnik.

Damit Bauherren und Modernisierer sich neutral und auch für den Nicht-Fachmann verständlich zum Thema "Elektroausstattung" informieren können, hat die Initiative ELEKTRO+ bereits vor Jahren die Broschüre "Raumplaner" herausgegeben und diese später durch das interaktive Internet-Tool "Elektronischer Raumplaner" ergänzt.

Dieser elektronische Raumplaner liegt nun in der aktualisierten Fassung 2.1 vor und ist seit Januar 2013 auf der Homepage der Initiative ELEKTRO+ wieder online nutzbar. Dieses Planungstool setzt die Vorgaben der Richtlinie RAL-RG 678 für die Ausstattungsplanung von elektrischen Anlagen in Wohngebäuden um. Die aktualisierte Fassung berücksichtigt jetzt die an der RAL-Richtlinie vorgenommenen umfangreichen Änderungen aus dem Jahr 2010.

In drei Ausstattungsstufen lässt sich die Elektroinstallation unter den Gesichtspunkten Sicherheit, Gebrauchsnutzen und Energieeffizienz planen. In sieben Schritten kann der Nutzer interaktiv über eine Aufstellung der jeweils genutzten Elektrogeräte für jeden Raum nach Art der Nutzung den individuellen Bedarf an Steckdosen und Schaltern sowie Beleuchtungs- und Kommunikationsanschlüssen festlegen. Mit Hilfe entsprechender Zeichnungswerkzeuge lässt sich der Raumgrundriss erstellen, eine Möblierung vornehmen und in diesen Grundriss mit Hilfe einfacher Symbole die Elektroausstattung eintragen und positionieren. Das im Sinne einer Vorplanung erzielte Ergebnis kann für weitere Bearbeitungen gespeichert und ausgedruckt werden.

Die Initiative ELEKTRO+ versteht dieses Serviceangebot als Instrument, um beim Bauherren mehr Verständnis für eine gute Elektroplanung zu wecken und ihm zu helfen, seine Bedürfnisse in Bezug auf die Ausstattung der Elektroinstallation zu erkennen und zu artikulieren. Davon profitiert auch das Elektrohandwerk, denn dieses erhält präzise Vorgaben für die Ausführungsplanung der Elektroinstallation und durch Vereinbarung der Richtlinie RAL-RG 678 im entsprechenden Leistungsverzeichnis und im Bauwerksvertrag Handlungssicherheit für die Ausführung der Arbeiten. EVU können dieses Planungstool im Rahmen ihrer Bauherrenberatung ebenfalls einsetzen bzw. dieses ihren Energiekunden als Hilfsmittel zur Verfügung stellen. 


Weitere Informationen

Hartmut Zander
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1375
E-Mail hartmut.zander@bdew.de

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